7 Schritte aus der Krise

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Lesezeit: ca. 5 Minuten

Das erfahren Sie in diesem Blog-Artikel: Wie Sie Ihren inneren Kritikerin die Schranken weisen können, indem Sie seine Lieblingssätze infrage stellen!

Das bekommen Sie in diesem Blog-Artikel

  • Eine Anleitung, wie Sie mit Hilfe von The Work of Byron Katie die Lieblings-Sätze Ihres Kritikers infrage stellen
  • Eine Idee, wie Sie Ihrm inneren Kritiker eine neue Jobbeschreibung zuweisen können, dier nicht ablehnen wird
  • Eine Einladung zu meinem kostenlosen Webinar "Beende die Selbstvorwürfe und besiege deinen inneren Kritiker" (im Webinar erhalten Sie einen 50% Rabatt für meinen 4-Wochen-Online-Kurs "Besiege deinen inneren Kritiker" der im April startet)

Die Stimme des Inneren Kritikers

Wie spricht Ihre innere kritische Stimme mit Ihnen?

"Du bist nicht gut genug!", "Du solltest weiter sein!", "Das schaffst du nie", "Niemand will dich!", "Du bist ein Versager", "Mit dir stimmt etwas nicht!". Das ist das Standard-Repertoire jedes durchschnittlichen Kritiker-Monsters. Kommt Ihnen davon das ein oder andere bekannt vor? Wenn ja, dann interessiert es Sie sicherlich, wie Sie Ihren inneren Kritiker in die Schranken weisen können!

"Du bist nicht gut genug!" gehört zum Standard-Repertoire jedes anständigen inneren Kritikers!

Sind Sie Ihrem Kritiker-Monster hörig?

Glauben Sie alles, was Ihr innerer Kritiker sagt?

Sicherlich schütteln Sie jetzt energisch mit dem Kopf! Natürlich nicht!

Wie die meisten Menschen wissen Sie oft im Kopf ganz genau, dass es nicht die Wahrheit ist, was Ihr Kritiker-Monster vom Stapel lässt. Nur scheint es in Ihnen einen Teil zu geben, der es für 100%ig bare Münze nimmt. Wer ist das, der sich von den herabsetzenden Kommentaren des Kritikers immer wieder so betroffen fühlt?

Wer glaubt dem inneren Kritiker?

Wie fühlen Sie sich, wenn Ihr inneres Kririkter-Monster mal wieder gnadenlos zuschlägt?

Wahrscheinlich beantworten Sie diese Frage in etwa so: klein, wertlos, ungeliebt, traurig, ausgeliefert, hoffnungslos, manchmal auch wütend. Wenn ich Sie fragen würde, wie alt Sie sich fühlen, wenn Ihr innerer Kritiker Sie in der Mangel hat, was würden Sie sagen? Zu welchen Lebensalter passen die genannten Gefühle am besten?

Die meisten Menschen fühlen sich ins Kindesalter - meist ins Vorschulalter oder frühe Schulalter - zurückversetzt, sobald sie sich Ihrer kritischen inneren Stimme ausgesetzt sehen. In der Psychologie nennen wir diesen eindrucksvollen Effekt Altersregression und es kann sehr unangenehm sein, wenn das z.B. im Meeting geschieht und Sie sich plötzlich wieder fühlen wie ein kleiner Junge oder kleines Mädchen, das von den Eltern geschimpft wird!

Es ist dieses metaphorische innere bedürftige Kind, das dem Kritiker glaubt und sich genau so fühlt!

Wer mag schon ein bedürftiges beschämtes Kind?

Meist lehnen wir diesen Zustand, uns wie ein kleines ungeliebtes herabgesetztes Kind zu fühlen, automatisch ab und wollen ihn verhindern. Wir empfinden es als peinlich oder beschämend, uns so bedürftig und verletzlich zu fühlen und bevorzugen es, uns als kompetent, stark und kontrolliert zu empfinden und so gesehen zu werden.

Und genau das ist der springende Punkt! Wir mögen uns als bedürftige beschämte Kinder nicht bzw. wir lehnen dieses Kind, das noch in uns lebendig ist, ab. Sobald eine Situation im Außen oder im Inneren den inneren Kritiker triggert kommt mit ihm dieses innere Kind, das ihm jedes Wort glaubt und sich genau so fühlt.

Statt dieses Kind zu trösten und ihm zu sagen, dass es völlig ok ist, so wie es ist, lehnen wir es ab und sagen vielleicht "Stell dich nicht so an!" oder "Werd' endlich erwachsen!"!

Der Kritiker als bester Freund des inneren Kindes!

Wann haben Sie sich zum ersten Mal für sich selbst geschämt, sich ungeliebt und nicht gut genug gefühlt?

Wahrscheinlich war das eine Situation mit Ihren Eltern oder anderen Bezugs- bzw. Autoritätspersonen. Diese hatten etwas an Ihnen auszusetzen, haben Sie kritisiert oder sich lustig gemacht. In dieser Situation ist in Ihnen der innere Kritiker entstanden, den ich mir gerne als kleines inneres Kritiker-Monster vorstelle (und die meisten meiner Klienten/innen auch).

Dieses Monster ist im Herzen gut und will das Kind davor bewahren, sich jemals wieder so beschämt und ungeliebt zu fühlen und sagt: "Ich werde dafür sorgen, dass du geliebt und akzeptiert wirst, indem ich dir helfe, gut genug zu werden." Das tut es, indem es alles bemerkt, das nicht gut genug ist und das Kind antreibt, gut genug zu werden. 

Dass diese Strategie ziemlich kurzsichtig ist und auf lange Sicht eher nach hinten los gegangen ist, versteht das kleine Kritiker-Monster nicht, dazu ist es (sorry, liebes Monster) nicht schlau genug.

Aber nachdem Sie als halbwüchsiger und später als erwachsener Mensch Ihr beschämtes inneren Kind konsequent abgelehnt haben, wurde das kleine Kritiker-Monster sein einziger Freund!

Werden Sie der beste Freund bzw. die beste Freundin Ihres inneren Kindes

Das Beste, was Sie tun können, um Ihren inneren Kritiker zu besänftigen ist, der beste Freund bzw. die beste Freundin Ihres inneren Kindes zu werden, indem Sie sich selbst trösten, lieben und akzeptieren, so wie Sie sind. Auch wenn Sie sich gerade nicht liebenswert, unfähig, abgelehnt oder ungeliebt fühlen. Gerade dann!

Wenn Sie diese Gefühle nicht mehr länger ablehnen, können Sie in Ruhe genauer hinsehen und sich einmal selber fragen, ob das, was das Kritiker-Monster da redet überhaupt der Wahrheit entspricht!

Weiter oben habe ich Sie ja schon gebeten, Ihrem inneren Kritiker-Monster mal zuzuhören. Was sagt es? Stimmt das eigentlich wirklich? Sicher, dieser kindliche Teil in Ihnen glaubt es und wird ganz traurig und hoffnungslos davon, manchmal auch wütend. Der erwachsene Teil in Ihnen jedoch kann sich bzw. dem inneren Kind die Frage stellen: Ist das wahr?

Ich bin nicht gut genug! Ist das wahr?

Nehmen wir mal den Klassiker unter den Kritiker-Sätzen: "Du bist nicht gut genug!"

Erinnern Sie sich an die letzte Situation, in der Sie das gedacht haben und in denen ihr inneres Kind sich beschämt und traurig gefühlt hat.

Was ist passiert? Ist Ihnen ein Fehler unterlaufen? Hatten Sie eine kleinen oder großen Mißerfolg? Waren Sie nicht so, wie Sie gerne gewesen wären? Wurden Sie kritisiert?

The Work of Byron Katie

Meiner Meinung eine der besten Möglichkeiten, um Stress-erzeugende Überzeugungen infrage zu stellen, ist The Work of Byron Katie. Sie besteht aus 4 Fragen und Umkehrungen.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Ihr inneres beschämtes Kind entdeckt und kennen gelernt. Sie sind voller Mitgefühl und Liebe für das kleine Mädchen oder den kleinen Jungen.

Das nächste Mal, wenn es dem Kritiker-Monster wieder glaubt - z.B: "Du bist nicht gut genug!" - und sich dementsprechend fühlt können Sie ihm oder ihr ganz liebevoll die 4 Fragen stellen:

1. Du bist nicht gut genug! Ist das wahr?

Geben Sie dem inneren Kind Zeit die Frage zu beantworten. Die Antwort kommt nicht aus dem Verstand, sondern aus dem Herzen und es kann eine Zeit dauern, bis sie aufsteigt. Antworten Sie mit einem klaren "Ja" oder "Nein". Der Verstand will gerne "Ja, aber ..." oder "Das kann man nicht so klar sagen ..." antworten. Lassen Sie sich davon nicht irrtitieren, sondern warten Sie in Stille bis die Antwort sich präsentiert.

Falls die Antwort "Ja" lautet, dann machen Sie mit Frage 2 weiter, ansonten mit Frage 3.

2. Kannst du ganz sicher wissen, dass das wahr ist?

Auch hier mit "Ja" oder "Nein" antworten. Lassen Sie Zeit, bis die Frage einsinkt und die Antwort aus einer Art inneren Quelle aufsteigt.

3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?

Fragen Sie Ihr inneres Kind, wie es reagiert, wenn es dem Kritiker-Monster glaubt, dass es nicht gut genug ist. Was antwortet es?

Möglicherweise traurig, beschämt, wertlos, unfähig, ausgeliefert, wütend, ohnmächtig, hoffnungslos.

Wie reagieren Sie in der Situation darauf, wenn Ihr inneres Kind dem Kritiker glaubt und sich entsprechend fühlt? Sind Sie dann freundlich und tröstend oder barsch und abweisend? Schämen Sie sich für sich selbst?

4. Wer wärst du ohne den Gedanken in derselben Situation?

Fragen Sie Ihr inneres Kind, wer es in derselben Situation wäre, wenn es dem Kritiker-Monster einfach nicht mehr glauben könnte. Vielleicht weil es einen Wunder-Bonbon gegessen hat, der dafür sorgt, dass es das Monster nicht mehr hören kann. Wie würde es dann die Situation erleben?

Exkurs: Der Unterschied zwischen Scham und Schuldgefühl

Meist liegt in der Frage 4 der Unterschied zwischen Scham und Schuldgefühl.

Brenee Brown, eine der bekanntesten Scham-Forscherinnen, definiert Scham als Gefühl, das entsteht, wenn wir glauben, dass wir nicht gut genug sind und deshalb keine Liebe und Zugehörigkeit verdienen.

Wenn wir etwas falsch gemacht haben und wir empfinden Scham, dann glauben wir, dass mit uns insgesamt etwas nicht stimmt, dass wir grundlegend nicht in Ordnung sind und es deshalb auch wenig Hoffnung für uns gibt, erfolgreich "besser" zu sein.

Wenn wir hingegen Schuldgefühle haben, sagt Brenee Brown, dann glauben wir, dass wir diese eine Sache falsch gemacht haben und wir können dazu stehen. Wir glauben nicht, dass wir insgesamt falsch sind, sondern dass wir grundlegend gut, liebenswert und fähig sind. Deshalb haben wir Hoffnung, dass wir uns verbessern und dazu lernen können. 

Wenn Ihr inneres Kind glaubt, generell nicht gut genug zu sein, um geliebt zu werden, dann fühlt es sich hoffnunglos und ungeliebt (Scham!). Wer wäre es ohne den Gedanken? Was für Konsequenzen hat das für Sie als Erwachsenen (um in der Metapher zu bleiben)?

Kehre den Gedanken um

Nun folgt die Umkehrung des Gedankens ins Gegenteil: Ich bin gut genug!

Fragen Sie Ihr inneres Kind, ob es ein Beispiel finden kann, wie das wahr sein könnte, dass es gut genug ist!

Beispielsweise könnte es sagen: "Für dich bin ich gut genug, denn du magst mich auch, wenn ich traurig bin!"

Was können Sie denn finden, wie Sie in der Situation, die Sie für diese Übung gewählt haben, gut genug waren? Vielleicht haben Sie einfach das Beste getan, was in der Situation und zu diesem Zeitpunkt möglich war? Vielleicht waren Sie gut genug für sich selbst (wer bestimmt es denn eigentlich, ob Sie gut "genug" sind)? Vielleicht waren Sie genau für diese Situation so wie Sie waren der oder die Richtige und der Sinn des Ganzen erschließt sich erst noch?

Welche Beispiele können Sie finden?

Eine neue Jobbeschreibung für den Inneren Kritiker

Wie oben schon beschrieben macht Ihr inneres Kritiker-Monster Sie darauf aufmerksam, wann Sie (seiner Meinung nach!) nicht gut genug sind, das heißt nicht liebenswert, nicht akzeptabel. Und jedesmal, wenn er das tut, empfinden Sie bzw. Ihr innerer kindlicher Teil Scham.

Sie könnten mal mit Ihrem inneren Kritiker ein ernstes Wort sprechen und ihm erklären, dass Sie erkannt haben, dass Sie grundlegend in Ordnung und liebenswert sind und wie jeder Menschn ab und zu Mist bauen. Sein neuer Job könnte sein, Sie darauf hinzuweisen, wenn Sie "Mist gebaut" haben und Vorschläge zu unterbreiten, wie Sie den "Mist" wieder in Ordnung bringen können.

Wie wollen Sie ihn dann nennen? Wiedergutmachungs-Beauftragten? Verbesserungs-Experte? Er freut sich sicher über einen neuen Namen und einen neuen Job!

Möchten Sie die ewige Selbstkritik beenden und Ihren inneren Kritiker (mit Liebe) besiegen?

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Dann nehmen Sie an meinem kostenlosen 60-minütigen Webinar "Beende die Selbstvorwürfe und besiege den inneren Kritiker" am Dienstag, 04.04.2017 um 20.00 Uhr teil! Tragen Sie sich auch ein, wenn Sie keine Zeit haben, denn es wird eine Aufzeichnung geben!

Kostenloses Webinar "Beende die Selbstvorwürfe und besiege den inneren Kritiker"

Dientag, 04.04.2017 von 20.00 - 21.00 Uhr

Was Ihnen das Webinar bringt:

  • Hilfreiche Informationen zur Entstehung des inneren Kritikers
  • viel Spaß trotz des ernsten Themas
  • Eine Imaginationsübung, um ihn mit Liebe zu besiegen und mehr Selbstmitgefühl zu entwickeln
  • Wichtige Schritte, um endlich frei zu werden von destruktiver Selbstlritik!
  • Eine Aufzeichnung, falls Sie nicht live dabei sein können oder das Webinar später noch einmal ansehen möchten.

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Das erfahren Sie in diesem Blog-Artikel: Wie Sie Ihren inneren Kritiker besiegen können, ohne Krieg gegen ihn führen zu müssen und den ewigen Selbstvorwürfen ein Ende machen!

Das bekommen Sie in diesem Blog-Artikel: Ein selbst geschriebenes Märchen und eine Anleitung zum liebevollen Besiegen des inneren Kritikers.

Das "böse" innere Kritiker-Monster

Vielleicht geht es Ihnen, liebe/r Leser/in so wie mir und vielen anderen Menschen auf der Welt: sie haben die ewigen Selbstvorwürfe satt! Und sicherlich wissen Sie so gut wie ich, dass die harsche Selbstkritik nichts nützt. Sie würden sie gerne beenden. Aber wie? Nichts was Sie bisher versucht haben, hat gegen das "Kritiker-Monster" geholfen!

Nachdem der innere Dialog mit unseren inneren Kritik keiner sozialen Kontrolle unterliegt, machen wir uns oft auf besonders brutale Weise selber fertig und sagen regelmäßig zu uns Dinge, die wie nie zu anderen Menschen sagen würden, z.B. "Du bist so fett (alt, dürr, mickrig ...) und hässlich!" oder "Du bist eine solche Niete, kein Wunder, dass dich niemand will!".

Gerade in Krisenzeiten - in denen wir oft am dünnhäutigsten sind - fällt der innere Kritiker besonders gerne über uns her!

Wo kommt die innere kritische Stimme her?

Wir kommen nicht mit dieser Stimme auf die Welt, sondern wir entwickeln sie selber im Laufe unserer Kindheit, meist noch vor dem Schulalter.

Das hat aus der Sicht des Kindes, das wir damals waren, sehr verständliche Gründe:

  • Wenn wir als Kind viel kritisiert wurden, lernen wir, dass Kritik ein nützliches Mittel ist, um im Leben voran zu kommen und sich zu motivieren. Oft hören wir unseren inneren Kritiker genau die Sätze sagen, die wir noch so gut von unseren Eltern (oder anderen wichtigen Bezugs- und Autoritätspersonen) kennen - manchmal sogar in übersteigerter Form!

  • Als kleine Kinder wäre es gefährlich für uns, unsere Eltern (oder andere Erziehungspersonen) in Frage zu stellen, da wir von ihnen abhängig sind! Es ist für uns überlebensnotwendig, von ihnen akzeptiert und versorgt zu werden. Um das zu gewährleisten versuchen wir möglichst keine Fehler zu machen und so zu sein, wie wir glauben, dass es von uns erwartet wird. Wir beginnen zu glauben, dass Selbstkritik uns davor bewahren wird, in Zukunft "falsch" zu sein und nicht mehr dazu zu gehören.

  • Wenn wir als Kinder oder Erwachsene dennoch kritisiert werden, dann ist es weniger schlimm, wenn der äußere Kritiker lediglich das wiederholt, was ich mir innerlich schon die ganze Zeit selbst sage. So komme ich irgendwann zu der Überzeugung, dass die äußere Kritik gerechtfertigt ist und meine Eltern (oder andere kritische Personen) Recht haben.

Der innere Kritiker will sicher stellen, dass wir von unseren Bezugspersonen akzeptiert und geliebt werden!

Mitgefühl mit der Selbstkritik?

Oft erscheint uns diese kritische Stimme wie ein Feind in unserem Inneren, der gegen uns arbeitet. Wir beginnen vielleicht diese Stimme zu hassen, sie loswerden zu wollen und uns wiederum dafür zu kritisieren, dass wir nicht in der Lage sind sie abzustellen.

Das erste, was wir verstehen müssen ist, dass diese Stimme nicht unser Feind ist! So ekelhaft sie sich manchmal auch gebärdet ... ursprünglich war dieser innere Kritiker ein Beschützer! Und je mehr wir ihn als Erwachsene ablehnen, desto unangenehmer wird er!

Der innere Kritiker ist nicht Ihr Feind, sondern Ihr Beschützer!

Das Märchen vom kleinen Kritiker-Monster

Zugegeben: als Erwachsene finden Sie vielleicht, dass das folgende Märchen ein bisschen albern ist. Tatsächlich jedoch trifft es die Sache ziemlich gut - wie es Märchen meistens tun!

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Als kleines Kind, vielleicht im Alter von ca. 3-5 Jahren hast du in manchen Situationen empfunden, dass du nicht gut genug bist, um bedingungslos geliebt zu werden. Du hast möglicherweise erlebt, dass deine Eltern oder andere Bezugs- oder Autoritätspersonen dich verglichen oder kritisiert haben und daraus geschlossen, dass du nicht wertvoll bist.

Du warst deshalb sehr traurig und hast dich danach gesehnt, bedingungslos geliebt zu werden. Vielleicht hast du Akzeptanz und emotionale Wärme vermisst. Das hat dir viel Angst gemacht, denn du glaubtest, dass du deine Zugehörigkeit verlieren wirst, da du sie nicht verdienst. So hat sich in dir das kleine ängstliche Scham-Du entwickelt, das immer dann auftaucht, wenn du Angst hast, nicht gut gengu zu sein und abgelehnt zu werden.

An diesem Punkt kam das kleine Monster dazu, um das kleine Scham-Du zu beschützen. Das Monster sagte zu dir: Ich helfe dir, damit du dich nie mehr so verletzlich und beschämt fühlen musst. Ich treibe dich an und kritisiere dich und das wird dazu führen, dass du irgendwann gut genug bist und geliebt wirst. (Das ist zwar - wie wir heute wissen - ein Irrtum, aber das kleine Du hat dem Monster natürlich geglaubt. Und das Monster, das ja selber noch klein war, wusste es nicht besser).

Wann immer nun das kleine Scham-Du auftauchte, das sich ängstlich, wertlos, traurig und beschämt fühlt, kam auch gleich das kleine Monster als Beschützer mit.

Lange war das kleine Monster der einzige Freund und Unterstützer deines Scham-Du. Das erwachsene, vernünftige Du, das sich mit der Zeit entwickelte, fand das kleine Scham-Du schrecklich peinlich und wollte es nicht haben. Genausowenig jedoch wollte es seinen Freund, das kleine Monster haben und wurde jedesmal ärgerlich, sobald es auftauchte. Das machte das kleine Monster ziemlich traurig und zornig, weil es doch nur helfen wollte. Und das kleine Scham-Du, das ja auch niemand wollte, hatte natürlich große Angst, seinen einzigen Freund zu verlieren, denn sonst war ja niemand für es da.

Eines Tages wurde das erwachsene Du wieder sehr zornig auf das kleine Monster und sagte: du nichtsnütziges ekelhaftes Monster, warum bist du immer so gemein zu mir? Hau doch endlich ab!

Da sagte das Monster: Ich bin nicht gemein zu dir! Ich helfe dem kleinen Scham-Du, damit es sich nie mehr schämen muss und eines Tages gut genug wird, um bedingungslos geliebt zu werden! Dazu muss ich manchmal ein bisschen grob werden - aber das ist nur zu deinem Besten!

Endlich verstand das erwachsene Du, dass das kleine Scham-Du sich immer noch so wertlos fühlte wie damals und dachte, es müsste durch die Kritik des Monsters erst gut genug werden, um liebenswert zu sein! Und es verstand auch, wie gemein es zu dem kleinen Monster gewesen war, das so viele Jahre lang der einzige Freund des Scham-Du war!

Da nahm das erwachsene Du das kleine ängstliche Scham-Du ganz fest in den Arm und sagte: Ich liebe dich bedingungslos, genau so, wie du bist! Ich bin jetzt groß und kann dich beschützen und werde nicht mehr zulassen, dass dir jemand weh tut! Es tut mir leid, dass ich dich so lange nicht gesehen habe!

Da strahlte das kleine Scham-Du und freute sich, dass es nun keine Angst mehr haben musste und endlich so geliebt wurde, wie es war.

Beide nahmen das kleine Monster in den Arm, das sich plötzlich ganz einsam und nutzlos fühlte und sagten: du bleibst bei uns, denn du meinst es gut! Du bekommst eine neue Aufgabe als freundlicher Unterstützer!

Und sie lebten lange und glücklich zu dritt ...


So verständlich es auch ist, gegen diese kritische innere Stimme ankämpfen zu wollen, es ist nutzlos. Denn diese Stimme ist ein Teil von Ihnen, der genauso angenommen und letztlich geliebt werden will, wie alle anderen auch! Zugegeben macht er es einem nicht gerade einfach mit seinem unmöglichen Auftreten und seinen ständigen Forderungen und fiesen Kommentaren.

Virginia Satir, eine berühmte Therapeutin, hat einmal gesagt: "Abgelehnte innere Anteile sind wie aggressive Hunde, die Liebe brauchen. " Oft sind genau die inneren Anteile, die wie am meisten ablehnen, auch die, die am aufdringlichsten werden. Und je mehr wir sie loswerden wollen, desto aufdringlicher werden sie.

Deshalb ist der beste Weg, Selbstkritik entgegen zu wirken, den inneren Kritiker zu verstehen, Mitgefühl mit ihm zu haben und ihn zur Kooperation zu bewegen! Das ist natürlich leichter gesagt, als getan - besonders wenn er bösartig und verachtend daher redet!

Wenn Sie gegen den inneren Kritiker kämpfen, kämpfen Sie gegen sich selbst! Um ihn zu besiegen hilft nur Akzeptanz!

Wie Sie Ihr inneres Kritiker-Monster mit Liebe besiegen können!

1. Kontakt aufnehmen

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem inneren Kritiker-Monster auf und zeigen Sie ein bisschen Mitgefühl und Verständnis! Sie können ihn letztlich nur mit Liebe besiegen! Es ist nur ein kleines Monster, das gefährlich tut, einen schweren Job hat und dem es an echter Wertschätzung fehlt! Jetzt ist es die Aufgabe Ihres inneren mitfühlenden Erwachsenen, sich um Ihr ängstliches inneren Kind (das kleine Scham-Du aus dem Märchen) zu kümmern - und diesen Job hat lange das Kritiker-Monster für Sie erledigt.

Schreiben Sie Ihrem kleinen (oder großen?) Monster einen Brief, in dem Sie ihm danken und versprechen, ihn künftig mehr wertzuschätzen und auch zu entlasten.

Zeigen Sie Ihrem inneren Kritiker-Monster, dass Sie es nicht mehr hassen und beginnen es zu akzeptieren und zu wertschätzen!

2. Die liebevolle Stimme entwickeln

Entwickeln Sie Ihren mitfühlenden liebevollen erwachsenen Teil, der sich um das innere ängstliche Kind kümmern kann. Diese kindliche ängstliche Teil von uns sehnt sich nach bedingungsloser Liebe - und auch wenn unsere Eltern oder andere Bezugspersonen Ihnen das nicht immer geben konnten, können Sie es sich selbst geben! Lassen Sie Ihr kleines ängstliches Kind nicht mehr im Regen stehen, weil Sie es peinlich finden, sich schwach oder wertlos zu fühlen! Denn sonst überlassen sie es dem Monster, das seinen alten Job sicher gerne wieder übernimmt!

Umarmen Sie sich selbst!

Wenn wir von anderen liebevoll umarmt werden, dass schüttet unser Körper Oxytoxin aus, das uns ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Diese Fürsorge können wir uns auch selbst zukommen lassen und das Fürsorgesystem reagiert darauf genauso mit der Ausschüttung von Oxytocin, das sich u.a. beruhigend auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt.

Wir tun das, indem wir uns selbst in den Arm nehmen. So albern sich das vielleicht auch am Anfang anfühlt, ist es doch eine wirksame und wunderschöne Möglichkeit, sich selbst zu trösten und zu nähren (und es bedeutet nicht, dass Sie zukünftig nicht mehr von anderen menschen umarmt werden!!).

Finden Sie heraus, wie Sie sich am besten umarmen können: am besten geht es, indem Sie die Arme verschränken und sich an den Oberarmen oder Schultern sanft fassen und ggf. streicheln. Im öffentlichen Raum hilt oft, eine Hand auf die Herzregion zu legen oder sich selbst die Hand zu halten.

Stellen Sie sich vor, dass der mitfühlende liebevolle Erwachsene das ängstliche Kind hält und tröstet.

Möchten Sie die ewige Selbstkritik beenden und Ihren inneren Kritiker (mit Liebe) besiegen?

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Das erfahren Sie in diesem Blog-Artikel:

Wie Muster in der Kindheit entstehen, warum sie ein Ausdruck unbewusster Weisheit sind und wie Sie sie - nicht zu schnell - loswerden, indem Sie sich selbst das geben, was Sie als Kind nicht bekommen haben!

Das bekommen Sie in diesem Blog-Artikel:

Am Ende des Artikels bekommen Sie mein Gratis-eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch"!

Die "bösen" Kindheitsmuster!

Wir alle lernen im Laufe unserer Kindheit bestimmte Verhaltensweisen, die wir später oft als "Muster" bezeichnen. Solche Muster können ganz unterschiedlich aussehen: manche Menschen sind immer für alle anderen da, nur nie für sich selbst; andere haben sich eine Mauer gebaut, um sich vor Verletzungen zu schützen. Manche funktionieren und leisten, um sich endlich wertvoll zu fühlen; andere sabotieren sich selbst, als ob sie ihren eigenen Erfolg um jeden Preis vermeiden wollten.

Oft sind es besonders die Krisenzeiten in unserem Leben, die uns zeigen, dass wir aus manchen dieser "Muster" herauswachsen müssen. Krisenzeiten sind immer Zeiten des Wandels und des Wachstums und oft ist ein Teil davon, den alten Kleidern zu entwachsen, wie eine Schlange sich häutet oder ein Schmetterling aus der Puppe schlüpft.

Ich verstehe das Bedürfnis vieler Menschen danach, diese alten Muster dann möglichst schnell loswerden zu wollen. Viele meiner Klienten/innen sagen, es wäre doch total "doof" und "idiotisch" alte Kindheitsmuster bis ins Erwachsenenleben weiterzutragen, vor allem, wenn sie sich irgendwann als dysfunktional und wenig hilfreich erweisen.

Kleine Indianer kennen keinen Schmerz! Beispiele aus meiner Praxis:

Ein Klient von mir z.B. hat als Junge gelernt (wie viele andere Männer auch!), dass er keine Schwäche (also Schmerz und Gefühle wie Traurigkeit, Verzweiflung etc.) zeigen durfte. Es gab einige Kindheitserinnerungen, in denen er von seinem Vater dafür beschämt wurde, dass er sich "schwach" zeigte und so hat er es sich abgewöhnt. Oder besser gesagt: sobald solche Gefühle in ihm aufkamen, hat er sie ganz schnell weggeschoben. Als er durch ein berufliches Scheitern in eine Krise geriet war sein größtes Problem, sich die eigene Schwäche nicht eingestehen zu können. Er selbst wusste nicht, wie er mit seiner eigenen emotionalen Bedürftigkeit umgehen sollte.

Eine Klientin von mir hat als Tochter einer depressiven Mutter gelernt, immer für andere da zu sein und keine Probleme zu machen. So lässt sie sich mittlerweile im Job zu viel gefallen und arbeitet bis zum Burnout. Sie wusste nicht, wie sie für sich einstehen und über ihr eigenes Pflichtbewusstsein hinweggehen sollte, das ihr sagte, dass sie kein Recht dazu habe, andere im Stich zu lassen.

Beide empfanden tiefe Scham darüber, dass sie als erwachsene Menschen nicht so einfach in der Lage waren, diese alten Muster zu überwinden. Warum konnten sie es nicht? Die Antwort ist einfach:

Jedes Problem war einmal eine Lösung!

Muster sind keine Krankheit

sondern wichtige und wertvolle Ressourcen! Sie sind ein Ausdruck einer tiefen unbewussten Weisheit in uns und sie sind alles, nur sicher kein Fehler oder etwas, dessen man sich schämen müsste. Sie sind unsere Art gewesen, uns an die Umstände unserer Kindheit anzupassen und dafür zu sorgen, dass wir dazugehören, dass wir unseren Platz finden, dass das System erhalten bleibt. Kinder nehmen viel auf sich und erscheint mir unfair, wenn Sie sich als Erwachsener dafür kritisieren.

Natürlich hätten wir uns oft gewünscht, unsere Eltern (oder die Menschen, die für uns da waren), hätten sich anders verhalten können, hätten an manchen Stellen liebevoller, präsenter oder zuverlässiger sein können. Dann hätten wir diese Muster vielleicht nicht ausbilden müssen. Mein Klient wünschte sich zurecht einen Vater, der ihn auch "schwach" akzeptiert, meine Klientin sehnte sich zurecht danach, dass sich auch einmal jemand für ihre Bedürfnisse interessiert. Das sind verständliche Wünsche. Nur war es nicht so. Und als Kinder haben wir auf unsere jeweilige Art sehr intelligent auf diese Realitäten reagiert.

Wenn wir diese Muster in der Kindheit nicht ausgeprägt hätten, dann wären wir heute nicht die Menschen, die wir sind.

Erwachsen werden heißt, sich das zu geben, was die Eltern nicht geben konnten

Natürlich wollen wir diesen in der Kindheit ausgeprägten Strategien irgendwann entwachsen und das ist auch gut so. Nur entwachsen wie ihnen nicht schneller, wenn wir uns für sie verurteilen oder sie als "idiotisch" oder "kindisch" abwerten. Wir entwerten uns und unseren individuellen Lebensweg, wenn wir unsere kindlichen Lösungen und Strategien, die uns oft ein Überleben in unserem Familiensystemn möglich gemacht haben, abwerten.

Wir dürfen dieses Kind in uns lieben und schätzen und gleichzeitig wirklich erwachsen werden. Erwachsen werden in dem Sinne, dass wir erkennen, dass wir nicht mehr darauf angewiesen sind, in unserem alten Familiensystem zu überleben, denn das haben wir bereits. Wir haben überlebt! Dank der alten "Muster"!

Es ist unsere Aufgabe als Erwachsene, dem Kind in uns Vater und Mutter zu werden.

Wir müssen nicht mehr darauf warten, dass unsere Eltern die besseren Eltern werden!

Mein Klient muss nicht warten, bis sein Vater ihn auch in seiner "Schwäche" annimmt und meine Klientin muss nicht warten, bis ihre Mutter von der Depression geheilt endlich für sie da sein kann. Sie können sich selbst das geben, auf was sie gewartet haben: Liebe und Zuwendung, die Erlaubnis für sich einzustehen und die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernstnehmen zu dürfen. Wenn wir wirklich erwachsen werden und den alten Mustern entwachsen wollen, dann müssen wir uns das geben, was wir nicht bekommen haben, um neue Handlungsmöglichkeiten ausprägen zu können.

Oh Mann, denken Sie jetzt vielleicht: das ist ja harter Tobak, das ist gar nicht so einfach. Uff, wie soll das gehen?

Sich selbst so annehmen, wie Sie sind!

Stimmt, es ist nicht so einfach und deshalb fallen wir immer wieder in die "alten Muster" zurück. Und das ist auch gar nicht schlimm, denn sie sind ja nichts Schlechtes. Sie sind etwas sehr Weises, dessen Sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie dürfen sich genau so annehmen, mitsamt den irrationalen, kindlichen Mustern!

Und jedesmal, wenn Sie wieder bemerken, dass Sie sich dem alten Muster gemäss verhalten, können Sie sich erneut fragen, was Sie von sich selbst brauchen, um anders fühlen und handeln zu können. Was braucht ihr inneres Kind, das dieses Muster seinerzeit entwickelt hat? Braucht es Sicherheit, Trost, Halt, Liebe, Mitgefühl, Verständnis? Und so lernen Sie mit jeder "Runde" dazu.

Insofern plädiere ich dafür, diese Muster nicht zu schnell abschütteln zu wollen. Manchmal brauchen wir sie noch eine Weile und je mehr wir sie schätzen können als etwas, das lange Zeit eine Lösung war, desto leichter wird der Wandel vonstatten gehen.

Sei heute die Liebe, die du als Kind nicht bekommen hast!

Es geht am Ende mal wieder um Selbstvergebung:

  • können Sie sich selbst vergeben, dass Sie sich damals - als sie abhängig waren und nicht die Wahlmöglichkeiten hatten, die Sie heute haben - auf Ihre individuelle Art und Weise an Ihre Umgebung angepasst haben?
  • Können Sie sich vergeben, dass diese Muster, die damals eine intelligente Lösung waren, heute zu einem Problem geworden sind und Sie sie aber nicht so schnell abstreifen können, wie Sie sich manchmal wünschen würden?
  • Können Sie dieses Kind, das Sie damals waren, heute lieben, so wie es ist, und ihm das geben, was es damals nicht bekommen hat?

 

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Nächste Termine

Vortrag "Achtsames Selbstmitgefühl - Die Kunst der Freundlichkeit zu sich selbst!

Freitag, 23. Juni 2017 * 19.30 Uhr * Zentrum für Naturheilkunde München

 

Info und Anmeldung

Kundenmeinung

  • Ich bin selten so friedlich und aufgeräumt aus einer Praxis raus wie bei Susanne. Sie hat mich sehr gut verstanden und soviel Treffendes gesagt, dass ich froh war, eine Aufnahme zu haben. In den Tagen Weiterlesen
    image Maggi Bilgram aus Possenhofen im April 2017
  • Susanne Keck ist die begabteste Therapeutin, der ich begegnet bin. Durch sie durfte ich zum ersten Mal im Leben echte Hilfe erfahren. Probleme, die mich zuvor erdrückten, lockerten sich, wurden seicht, brachen teilweise ganz weg. Weiterlesen
    image Eine sehr geschätzte Kundin, die lieber anonym bleiben will - im Januar 2017
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