7 Schritte aus der Krise

 DSC6880 1a sq 246 Holen Sie sich jetzt meinen kostenlosen 7-Tage-Email-Kurs für Ihren Weg aus der Krise ins Leben!

 Jetzt bestellen

total versagt

 

“Entgegen der gängigen Meinung ist wertvoll zu sein nicht etwas, das du verdienen musst oder verlieren kannst. Es ist etwas, das du erkennst. Du bist wertvoll auf die Welt gekommen und wenn du das einmal erkannt hast, dann kannst du nie mehr auf eine andere Art denken, sprechen, handeln oder fühlen, als dass du Glück verdienst!” - Das Universum

Was du in diesem Blogbeitrag erfährst:

Oft sind es nicht nur die Umstände oder Katastrophen in unserem Leben, die uns Leid verursachen, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben. In meinem neuen Blogbeitrag erfährst du, wie du diese Bedeutungen in deinem Leben erkennen und dich von Ihnen befreien kannst.

Was du in diesem Blogbeitrag bekommst:

  • eine Anleitung, wie du subtile Bewertungen über dich erkennen kannst,
  • eine Anleitung und ein Beispiel, wie du diese Bedeutungen mit The Work of Byron Katie untersuchen kannst,
  • mein kostenloses “5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch”.

... und das bedeutet, dass ich total versagt habe und nichts wert bin! - Oder: wie die Bedeutungen der Ereignisse dich unglücklich machen!

Leid scheint irgendwie zum Leben dazu zu gehören, genauso wie andererseits die Freude und das Glück. Schon das Geboren-Werden ist sicher kein Spaziergang und im Laufe des Lebens begegnet jeder Mensch irgendwann dem Leid, z.B. durch Krankheit, Verlust oder Mißerfolg.

Doch wird das ganze Leid in solchen krisenhaften Situationen tatsächlich von den Ereignissen verursacht? Oder tun wir auch etwas dazu, das unser Leid vergrößert oder gar erst entstehen lässt?

Wir Menschen sind ja ganz große Bedeutungsgeber. Andauernd bewerten wir alles, was um uns herum geschieht. Das Bewerten ist an sich weder gut noch schlecht. Es ist einfach so, dass unser Gehirn - kaum schlagen wir am Morgen die Augen auf - alles was passiert fein säuberlich in Schubladen steckt, indem es am laufenden Band Bewertungen ausspuckt. Das ist gut, das ist schlecht ... das bedeutet dies, das bedeutet jenes.

Und nachdem wir als Menschen immer auch unser eigener Mittelpunkt der Welt sind, bedeutet natürlich alles um uns herum auch etwas über uns. Fast alles, was wir erleben und wahrnehmen, was uns widerfährt beziehen wir auf uns selbst und glauben, dass es etwas über uns aussagt.

Richtig schlimm wird das, wenn wir negative Ereignisse in unserem Leben auf uns beziehen und glauben, die Ereignisse würden eine unumstössliche allumfassende Wahrheit über uns offenbaren, nämlich dass wir wertlos und nicht liebenswert seien.

... und das bedeutet über mich, dass ...

Am Besten lassen sich diese Bedeutungen, die uns oft gar nicht voll bewusst sind, durch folgenden Prompt erfassen: ... und das bedeutet über mich, dass ...

Zum Beispiel: angenommen, dein/e Partner/in hätte dich Knall auf Fall für eine/n andere/n verlassen. Oder du wirst in der Arbeit gemobbt. Oder du erfährst, dass du eine körperliche oder psychische Krankheit hast. Oder hast 10 kg zugenommen. Oder ein geliebter Mensch ist gestorben. Oder du versagst immer wieder bei etwas, das du dir vorgenommen hast. Oder dein Kind hat einen Mißerfolg. Was glaubst du, bedeutet das über dich?

Vervollständige spontan und ohne lange darüber nachzudenken, folgenen Satz mit so vielen Vervollständigungen, wie dir einfallen:

Das negative Ereignis in meinem Leben ist:

Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ...
  • ...
  • ...

Ein paar Beispiele aus meinem Leben

Meine Mutter hat sich das Leben genommen. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich ein fürchterlicher Mensch bin.
  • ich keine gute Tochter bin.
  • mit mir etwas nicht stimmt.

Mein Freund hat mich verlassen. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich wertlos und nicht liebenswert bin.
  • ich ganz alleine und verlassen bin und immer sein werde.
  • ich nicht gut genug für ihn war.

Mein Workshop muss wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich nichts kann.
  • ich eine Versagerin bin.
  • ich nie Erfolg haben werde.

So ein Quatsch?!

Nun denkst du vielleicht: das ist doch alles Quatsch. Natürlich bedeutet verlassen zu werden nicht, dass man nichts wert ist. Alle Menschen in deinem Umfeld würden dir in einem solchen Fall wahrscheinlich gut zureden und sagen, dass das nicht wahr ist, dass du ein liebenswerter, wertvoller Mensch bist, ganz egal was passiert ist.

Oft sind wir uns dieser schmerzlichen Gedanken gar nicht bewusst oder wir wollen uns ihrer lieber nicht bewusst sein ... und vielleicht ist es dir jetzt sogar ein bisschen peinlich zu bemerken, dass du tatsächlich schon solche Gedanken hattest - solche kindischen, irrationalen, mitleiderregenden Gedanken.

Doch es ist völlig normal und menschlich, dass solche Glaubenssätze in bestimmten Situationen auftauchen. Ereignisse in unserem Umfeld auf uns selbst zu beziehen ist eine Art, wie wir uns davon überzeugen, dass es uns wirklich gibt und dass wir einen Einfluss auf unser Leben haben - auch wenn es in diesem Fall ein negativer Einfluss ist. Das Ego liebt es, sich selbst die General-Schuld an Ereignissen zu geben.

Vermutlich hat sich meine Mutter nicht das Leben genommen weil ich eine schlechte Tochter bin, mein Freund hat micht nicht verlassen weil ich so wertlos bin und der Workshop musste nicht abgesagt werden weil ich eh nichts kann. Vermutlich sind die Ereignisse in Wahrheit viel komplexer und vielschichtiger und unser Einfluss (nicht Schuld!) auf sie liegt an ganz anderer Stelle, als wir ahnen.

Gedanken sind eigentlich nichts

Gedanken haben an sich keine Bedeutung - sie sind im wahrsten Sinne des Wortes nichts. So ein Gedanke wie “Ich bin wertlos.” enthält keine Substanz und keine Bedeutung oder Wahrheit. Bis du ihn glaubst! Sobald du ihn glaubst, beginnt er Leid zu verursachen bzw. zu vergrößern! Und dann kann er eine unheimlich große Wucht entfalten!

Genauso wie eine gute Idee auch erst einmal nichts ist und erst durch die Bedeutung, die DU ihr gibst und Handlungen, die du daraufhin ausführt ins Leben kommt, ist auch ein stressiger Gedanke zunächst nichts und ohne realen Einfluss - bis du ihm Bedeutung für dich gibst und ihn glaubst!

Der Kampf gegen die Gedanken

Sobald du einen negativen Gedanken über dich glaubst - z.B. dass du nicht liebenswert bist, weil du verlassen wurdest-, beginnst du meist gegen ihn zu kämpfen. Da meldet sich eine Stimme in dir, die sagt: das ist doch gar nicht wahr!

Oft willst du dann andere Menschen davon überzeugen, dass du eben doch liebenswert bist. Der einzige Mensch jedoch, der das wirklich sehen muss, bist du - denn du bist der- oder diejenige, die den Gedanken geglaubt hat.

Selbst wenn sich alle auf der Welt darüber einig wären, dass du total liebenswert bist, ist die einzige Meinung, die dich wirklich befreien wird, deine eigene.

Wer bist du ohne deine Geschichte?

Wer wärst du ohne diese Geschichte, dass die negativen Dinge, die dir wiederfahren, etwas generell Negatives über dich bedeuten? Dass sie bedeuten, dass du nicht gut genug, böse, schlecht, hässlich, wertlos oder erfolglos bist?

Das fühlt sich sicher erst einmal sehr ungewohnt an, aber wäre das nicht eine unglaubliche Erleichterung und Freiheit?

Ich spreche fast jeden Tag mit Menschen, die an negativen Überzeugungen über sich selbst leiden und glauben, die Ereignisse in ihrem Leben wären ein Beweis für Ihre grundlegende Schlechtigkeit.

Meine Lieblingsmethode, um solche Glaubenssätze zu untersuchen ist The Work of Byron Katie. Diese Art, stressige Gedanken zu untersuchen, besteht aus 4 Fragen und Umkehrungen, die jeweils in Bezug auf einen Glaubenssatz beantwortet werden.

Hier ein Beispiel mit dem Glaubenssatz “Ich bin nicht gut genug”

Ich untersuche mit einer Klientin die Überzeugung “Ich bin nicht gut genug” in Bezug darauf, dass Ihr Mann sie vor Kurzem verlassen hat.

Vielleicht kennst du diesen Gedanken ja aus einer anderen Situation! Dann lade ich dich ein, den Gedanken mit deiner Situation zu untersuchen.

Dein Mann hat dich verlassen und das bedeutet, dass du nicht gut genug bist?

1. Frage: Ist das wahr?

Die erste Frage lädt dich ein, still zu werden und in dir selbst nachzusehen, ob die Aussage wahr ist. Warte, bis ein Ja oder ein Nein auftaucht und lege dich auf eine Antwort fest. Beide Antworten - Ja oder Nein - sind gleich gut.

Die Antwort meiner Klientin: ja.

2. Frage: Kannst du ganz sicher wissen, dass es wahr ist?

Die zweite Frage fordert dich auf noch einmal genau nachzusehen. Kannst du es wirklich 100%-ig sicher wissen?

Die Antwort meiner Klientin: nein.

3. Frage: Wie reagierst du, was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?

Die dritte Frage erforscht alle Auswirkungen, die dieser Gedanke in deinem Leben hat: auf deine Gefühle, Handlungen, weitere Gedanken, Bilder aus der Zukunft und der Vergangenheit etc.

Die Antwort meiner Klientin: Der Gedanke macht mich traurig, verzweifelt und hoffnungslos. Ich lehne mich ab, hasse mich manchmal richtiggehend. Ich bin verunsichert. Ich traue mir nichts mehr zu und denke, ich mache alles falsch. Ich fühle mich als Opfer, ausgeliefert.

Ich mache mich innerlich nieder und kritisere mich. Ich denke andauernd über unsere Beziehung nach und suche nach meinen Fehlern.

Gleichzeitig mache ich meinem Mann Vorwürfe. Ich will, dass er mir endlich sagt, was ich falsch gemacht habe. Ich benehme mich ihm gegenüber aggressiv, gleichzeititg will ich aber, dass er mir sagt, dass ich ok bin.

Der Gedanke hält mich davon ab, wirklich darüber nachzudenken oder mit ihm darüber zu sprechen, was wirklich die Ursache ist. Ich verurteile mich so sehr, dass es weh tut, darüber offen und ehrlich zu sprechen.

Mit dem Gedanken sehe ich für meine Zukunft schwarz. Ich werde immer alleine bleiben und unglücklich sein. Ich ziehe mich zurück und will niemanden sehen.

4. Frage: Wer wärst du ohne den Gedanken (in derselben Situation)?

Mal angenommen, du könntest diesen Gedanken einfach nicht glauben. Die Situation ist jedoch genau die Gleiche - in diesem Fall hat der Mann meiner Klientin sie immer noch verlassen, daran hat sich nichts geändert. Wer ist sie in dieser Situation ohne den Gedanken, dass das bedeutet, sie sei nicht gut genug?

Das ist keine einfache Frage, weil wir oft die Situation und den Gedanken in einen Topf werfen und uns das eine nicht ohne das andere vorstellen können. Deshalb bitte ich dich, die Augen zu schliessen und dich selbst in der Situation zu sehen. Wer bist du ohne den Gedanken, ohne diese Geschichte?

Die Antwort meiner Klientin:

Dann bin dann ruhiger, nicht so verzweifelt. Ich fühle mich nicht so erniedrigt.

Ich kann mich besser trösten. Ich kann auch besser Hilfe von anderen annehmen - ich würde mich nicht so verkriechen.

Ich kann mich besser auf Dinge konzentrieren und mich auch mal über etwas freuen. Ich kann mir erlauben, auch mal glücklich zu sein, z.B. zusammen mit den Kindern. Ich fühle mich nicht so falsch und “unwürdig”. Ich tue mir auch mal etwas Gutes.

Ich kann mich meinem Mann gegenüber freundlicher verhalten, seine Entscheidung besser akzeptieren. Ich kann sehen, dass wir beide unser Bestes getan haben.

Umkehrungen:

Der Sinn der Umkehrungen ist, den Gedanken aus verschiedenen Perpektiven zu beleuchten, um zu sehen, dass er nicht die unumstössliche Wahrheit ist.

Dazu wird er in sein Gegenteil verkehrt und die Klientin soll Beipsiele finden, wie das Gegenteil genauso wahr oder wahrer sein könnte, wie der ursprüngliche Gedanke.

Das Gegenteil von “Ich bin nicht gut genug” ist “Ich bin gut genug”.

Wie könnte das auch wahr sein oder sogar wahrer?

Hier sind die Beispiele meiner Klientin, wie sie gut genug ist in Zusammenhang damit, dass ihr Mann sie verlassen hat:

  • Ich bin gut genug, denn wir waren lange Jahre glücklich miteinander.
  • Ich bin gut genug, denn ich habe damals den Mann geheiratet, den ich liebte (und er mich auch heiraten wollte).
  • Ich bin gut genug, weil ich immer versucht habe, mein Bestes zu geben.
  • Ich bin gut genug, weil ich unser Haus sauber gehalten habe.
  • Ich bin gut genug, weil wir gemeinsam unsere Kinder groß gezogen haben.
  • Ich bin gut genug, weil ich nicht komplett durchgedreht bin, als er mir gesagt hat, dass er gehen wird.
  • Ich bin gut genug, weil ich trotzdem jeden Morgen aufstehe und mich nicht hängen lasse.
  • Ich bin gut genug, weil ich Freunde habe, die mich unterstützen.
  • Ich bin gut genug, weil ich ihm manchmal Glück wünsche.

Was sind deine Beispiele?

Die Beispiele wie Umkehrungen auch wahr oder sogar wahrer sein können sind komplett subjektiv. Es sind deine Antworten und nur das zählt. Deine Antworten müssen für niemand anderen nicht gültig sein und auch keinen Sinn machen. Sie gehören dir und nur durch deine eigenen Antworten findest du den Frieden, nach dem du suchst.

Damit ist ein “Durchgang” durch The Work beenden und du lässt The Work einfach auf dich wirken und beobachtest ob und was sich verändert.

Wie würdest du dein Leben leben, wenn du diesen Gedanken nie mehr glauben könntest?

Stell dir vor, du könntest diesen Gedanken, der dich in Bezug auf das negative Ereignis in deinem Leben quält nie mehr glauben? So einen Gedanken, wie “Ich bin nicht gut genug”, “Mit mir stimmt etwas nicht” oder “Ich bin ein/e Versager/in”?

Wie würdest du dein Leben leben, wenn z.B. deine Panikstörung nicht bedeutet, dass mit dir etwas nicht stimmt. Wenn die Probleme deines Sohnes nicht bedeuten, dass du eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater bist. Wenn die Trennung von deinem Partner nicht bedeutet, dass du nicht gut genug für ihn warst?

Sich selbst vergeben

Das hat etwas damit zu tun, sich selbst zu vergeben und sich selbst zu lieben - egal, was geschieht oder auch: gerade weil schlimme Dinge geschehen!

Wenn dich dieses Thema interessiert, dann kannst du hier mein kostenloses “5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch” herunterladen. Einfach Namen und Email-Adresse eingeben und auf “Abschicken” klicken. Du erhältst dann zunächst eine Bestätigungsemail und wenn du in dieser Email auf den Bestätigungslink klickst bekommst du in der Folge sofort eine Email mit deinem eBook!

Ja, ich möchte das kostenlose eBook "5 Schritte zur Selbstvergebung Arbeitsbuch",

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Video ca. 8 min.)

Das erfährst du in diesem Blog-Artikel: Dass Vergebung etwas damit zu tun hat, deine schmerzlichen Gefühle wirklich anzunehmen, dir zu erlauben sie zu spüren und Verantwortung für sie zu übernehmen. 

Das bekommst du in diesem Blog-Artikel

  • Infos, was Vergeben ist und was nicht und warum Verdrängen eine prima Sache ist
  • Eine kraftvolle Meditationsübung, um schmerzliche Gefühle zu erlauben und zu beruhigen
  • Eine Einladung und einen 10%-Rabattcode für meinen 4-Wochen-Online-Kurs "Besiege deinen inneren Kritiker"

Du solltest wirklich weiter sein!

Denkst du, du müsstest endlich dir selbst oder einer anderen Person vergeben? Glaubst du Vergeben wäre spiritueller, reifer, wertvoller als zum Bespiel Verdrängen oder Gefühle wegschieben? Findest du es doof, wenn du dir wieder Vorwürfe machst oder wieder wütend auf jemand anderen bist ... weil - mal ehrlich - du solltest doch wirklich weiter sein?
Ich will dir von Herzen sagen: Vergeben ist nicht besser als Verdrängen. Es hat alles seine Zeit. Vergebung ist etwas, für das du irgendwann bereit bist und dann ist es ein Prozess, der einen Moment, aber auch Monate oder Jahre dauern kann. Bis dahin ist es eine wunderbare und faszinierende Strategie der unbewussten Intelligenz, schmerzliche Gefühle wegzuschieben - solange, bis du dazu bereit bist. Doch ob du bereit bist oder nicht, sagt nichts über deinen Wert aus. Es ist einfach so. Denn Vergebung hat ganz viel damit zu tun, schmerzliche Gefühle wirklich zu fühlen und Verantwortung für sie zu übernehmen. Es ist keine Schande, wenn das (noch) nicht möglich ist.

Da bin ich längst drüber weg!

"Da bin ich lange drüber weg!", "Das habe ich alles hinter mir gelassen!", "Das macht mir nichts mehr aus!", "Ich habe vergeben und vergessen!", "Er/sie konnte eben nicht anders!", "Wir sind ja erwachsene Menschen!"... Kennst du das, dass solche Sätze manchmal auf eine Art gesagt werden, dir dir das Gefühl geben, dass genau das Gegenteil der Fall ist? Dass da eher verdängt wurde, als vergeben?

Ich möchte dir heute etwas darüber erzählen, was Drüber-weg-sein bzw. Vergebung wirklich ist und was nicht. Und warum Verdrängen auch nicht schlecht ist!

Verdrängen oder vergebenIst Vergeben besser als Verdrängen?

Gleich vorweg: Vergeben ist ein Prozess und braucht seine Zeit. Ob du für Vergebung (und dabei ist es egal, ob es um Selbstvergebung oder Vergebung anderen gegenüber geht) bereit bist oder nicht hat nichts damit zu tun, wie "gut", "erwachsen" oder "reif" du bist.

Vergebung geschieht, wenn es soweit ist, wenn du in deinem Inneren wirklich bereit bist. Vergebung ist kein Muss! Es ist völlig ok, noch nicht an diesem Punkt zu sein.

Du bist nicht ein besserer Mensch, wenn du vergibst oder ein "schlechterer" Menschen, wenn du etwas verdrängst.

Wut und Enttäuschung im Keller!

Solche typischen Sätze wie oben zitiert haben in meinem Gefühl etwas Hartes und Striktes - ich nenne das gerne Pseudo-Vergebung. Ich habe oft den Eindruck, dass da etwas weggedrückt oder "unten gehalten" - eben verdrängt - wird. Um was könnte es sich dabei handeln?

Wenn es um Vergebung geht, dann ist meist etwas Schlimmes passiert. Zum Beispiel hast du dich vielleicht aus verschiedenen Gründen als Kind öfter ungeliebt gefühlt. Oder du hast eine schlimme Enttäuschung erlebt: jemand hat dich verlassen, betrogen, dir nicht das gegenen, was du dir erhofft hattest. Es wäre ja verständlich, wenn du manchmal deshalb enttäuscht und wütend bist, z.B. auf deine Eltern, Ex-Partner/innen oder frühere Vorgesetzte.

Wut oder Enttäuschung auf bzw. von sich selbst oder anderen ist oft die erste Schicht an Gefühlen, die im Kontext Vergebung spürbar werden dürfen.

Oft glaube ich zu merken, dass diese Wut und Enttäuschung nicht wirklich gefühlt wird, also sozusagen in den inneren Keller verbannt wird. Als ob es tatsächlich ein Zeichen von Schwäche oder Unreife wäre, wütend oder enttäuscht zu sein. Doch vielleicht geht es gar nicht wirklich darum?!

Unter Wut und Enttäuschung liegt meist eine tiefere Schicht an schmerzlichen Gefühlen, wie Traurigkeit, Macht- oder Hoffnungslosigkeit.

Darunter lauert der Schmerz

Wenn du enttäuscht oder wütend bist, dann bedeutet das ja, dass etwas geschehen ist, das du nicht wolltest, das dich verletzt hat. Etwas, das du nicht unter Kontrolle hattest. Etwas, dass dir deine Verletzlichkeit bewusst gemacht hat.

Das heißt, wenn du dich Wut und Enttäuschung wirklich fühlen lässt, dann wird darunter wahrscheinlich ein tieferer Schmerz "lauern". Und diesen Schmerz willst du oft noch viel weniger spüren als Wut oder Enttäuschung.

Da warten Gefühle wie: Traurigkeit, Verlassen-Sein, Wertlosigkeit, Verzweiflung, Ausgeliefert-Sein, Hoffnungslosigkeit, sich klein und ungeliebt fühlen, keine Kontrolle haben ...

Selbstmitleid ist eine Art, das eigene Leid nicht anzuerkennen

Echte Vergebung bedeutet immer, das eigene Leid wirklich anzuerkennen. Das heißt nicht, dich darin zu suhlen und im Selbstmitleid zu versinken. Im Gegenteil!

Vielleicht kannst du spüren, dass das Sich-Suhlen eine Art ist, das Leid nicht wirklich zu spüren oder anzuerkennen, sondern eine Art den Widerstand dagegen auszudrücken es anzunehmen.

Und ich sage es nochmal: es bedeutet nicht, dass daran etwas falsch ist. Du kannst dir das Sich-suhlen damit ersparen, indem du einfach spürst und anerkennst, dass es da einen Widerstand dagegen gibt, diese schmerzlichen Gefühle wirklich zu spüren. Das ist ok!

Auch der Widerstand hat ein Recht auf Leben.

Der Widerstand ist dein Freund, nicht dein Feind

Dieser Widerstand ist kein Feind, sondern ein Freund, der dich vor dem großen Schmerz schützen will, den du tief in deinem Inneren vergraben hast.

Solange du diesen Beschützer nicht überzeugen kannst, dass du in der Lage bist, dich in deinen Schmerz zu halten und zu trösten, wird er ihn weiterhin im Keller aufbewahren. Das ist sein Service an dich! Solange ist keine echte Vergebung möglich. Und das ist auch nicht schlimm ...

Du musst nicht vergeben

Vergebung ist kein Orden, den du am Revers haben musst. Vergebung geschieht, wenn du deinen Schmerz spüren und wirklich Verantwortung für ihn tragen kannst. Dann darf er heilen.

Solange musst du nur wissen, dass deine Nicht-Vergebung nichts mit der anderen Person zu tun hat, die dir etwas Schlimmes angetan hat, sondern mit dir. Du bist noch nicht soweit. Und das ist völlig ok, denn es ist das Recht jedes Menschen, Gefühle erst dann zu spüren, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Verdrängen ist eine fantastische Alternative, eine sehr intelligente Schutzmaßnahme und keine Schande.

Wie Vergebung geht

Wenn du spürst, dass die Zeit für (Selbst)Vergebung gekommen ist, dann erlaubst du dir deinen Schmerz zu spüren und anzuerkennen. Da ist etwas wirklich Schlimmes passiert und jetzt kannst du es spüren und den Schmerz annehmen, den du vielleicht schon Jahre oder Jahrzehnte in dir trägst.

Du übernimmst die volle Verantwortung dafür und tröstest diesen verzweifelten Teil in dir, der den Schmerz für dich "aufgehoben" hat.

Wenn das möglich ist, dann kannst du - wenn es um eine andere Person geht - beginnen, auf den anderen zu schauen ohne Schuldzuweisung oder Vorwurf. Oder auf dich selbst schauen ohne die Selbstvorwürfe!

Erst wenn du die Verantwortung für deine Gefühle übernimmst, kannst du vergeben.

Den anderen wirklich sehen

Wenn du den Schmerz aus dem Keller holen und ihn annehmen kannst, dann bist du in der Lage, den anderen oder dich einfach anzusehen und zu erkennen, welche Beweggründe die andere Person bzw. du selbst hattest, um so zu handeln.

Dann bist du bei Schritt 2 der Vergebung, der Empathie ... und darüber schreibe ich bestimmt auch einmal einen Blog-Artikel!

Weicher werden, umsorgen, zulassen

ist eine kraftvolle Übung aus der Selbstmitgefühlspraxis. Du lernst, schmerzliche Gefühle liebevoll zuzulassen, um sie herum weicher (statt hart) zu werden und dich selbst dabei zu umsorgen.

Wenn du die Meditation als Audiodatei zum Streamen und Downloaden kostenlos erhalten möchtest, trage dich einfach mit deinem Namen und deiner Email-Adresse unten im Formular ein. Du erhältst sofort eine Email mit dem Titel "Bitte um Bestätigung". Wenn du dort auf den Bestätigungslink klickst, bekommst du gleich im Anschluß eine Email mit der Meditation!

Onlinekurs "Besiege deinen inneren Kritiker"

Wenn du deine innere mitfühlende Stimme gerne enzwickeln willst und lernen möchtest, dich einfach so zu lieben und zu akzeptieren, wie du bist, dann interessierst du dich sicher für meinen 4-Wochen-Onlienkurs "Besiege deinen inneren Kritiker", der am 24. April beginnt. Da geht es auch darum, Gefühle zuzulassen und Selbstmitgefühl zu entwickeln.

Wenn du die Meditation bestellst bekommst du ebenfalls einen 10% Rabattcode für den Onlinekurs! Ich freue mich total, wenn du dabei bist!!

 

Hier erfährst du mehr über den Kurs!

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Das erfahren Sie in diesem Blog-Artikel:

Wie Muster in der Kindheit entstehen, warum sie ein Ausdruck unbewusster Weisheit sind und wie Sie sie - nicht zu schnell - loswerden, indem Sie sich selbst das geben, was Sie als Kind nicht bekommen haben!

Das bekommen Sie in diesem Blog-Artikel:

Am Ende des Artikels bekommen Sie mein Gratis-eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch"!

Die "bösen" Kindheitsmuster!

Wir alle lernen im Laufe unserer Kindheit bestimmte Verhaltensweisen, die wir später oft als "Muster" bezeichnen. Solche Muster können ganz unterschiedlich aussehen: manche Menschen sind immer für alle anderen da, nur nie für sich selbst; andere haben sich eine Mauer gebaut, um sich vor Verletzungen zu schützen. Manche funktionieren und leisten, um sich endlich wertvoll zu fühlen; andere sabotieren sich selbst, als ob sie ihren eigenen Erfolg um jeden Preis vermeiden wollten.

Oft sind es besonders die Krisenzeiten in unserem Leben, die uns zeigen, dass wir aus manchen dieser "Muster" herauswachsen müssen. Krisenzeiten sind immer Zeiten des Wandels und des Wachstums und oft ist ein Teil davon, den alten Kleidern zu entwachsen, wie eine Schlange sich häutet oder ein Schmetterling aus der Puppe schlüpft.

Ich verstehe das Bedürfnis vieler Menschen danach, diese alten Muster dann möglichst schnell loswerden zu wollen. Viele meiner Klienten/innen sagen, es wäre doch total "doof" und "idiotisch" alte Kindheitsmuster bis ins Erwachsenenleben weiterzutragen, vor allem, wenn sie sich irgendwann als dysfunktional und wenig hilfreich erweisen.

Kleine Indianer kennen keinen Schmerz! Beispiele aus meiner Praxis:

Ein Klient von mir z.B. hat als Junge gelernt (wie viele andere Männer auch!), dass er keine Schwäche (also Schmerz und Gefühle wie Traurigkeit, Verzweiflung etc.) zeigen durfte. Es gab einige Kindheitserinnerungen, in denen er von seinem Vater dafür beschämt wurde, dass er sich "schwach" zeigte und so hat er es sich abgewöhnt. Oder besser gesagt: sobald solche Gefühle in ihm aufkamen, hat er sie ganz schnell weggeschoben. Als er durch ein berufliches Scheitern in eine Krise geriet war sein größtes Problem, sich die eigene Schwäche nicht eingestehen zu können. Er selbst wusste nicht, wie er mit seiner eigenen emotionalen Bedürftigkeit umgehen sollte.

Eine Klientin von mir hat als Tochter einer depressiven Mutter gelernt, immer für andere da zu sein und keine Probleme zu machen. So lässt sie sich mittlerweile im Job zu viel gefallen und arbeitet bis zum Burnout. Sie wusste nicht, wie sie für sich einstehen und über ihr eigenes Pflichtbewusstsein hinweggehen sollte, das ihr sagte, dass sie kein Recht dazu habe, andere im Stich zu lassen.

Beide empfanden tiefe Scham darüber, dass sie als erwachsene Menschen nicht so einfach in der Lage waren, diese alten Muster zu überwinden. Warum konnten sie es nicht? Die Antwort ist einfach:

Jedes Problem war einmal eine Lösung!

Muster sind keine Krankheit

sondern wichtige und wertvolle Ressourcen! Sie sind ein Ausdruck einer tiefen unbewussten Weisheit in uns und sie sind alles, nur sicher kein Fehler oder etwas, dessen man sich schämen müsste. Sie sind unsere Art gewesen, uns an die Umstände unserer Kindheit anzupassen und dafür zu sorgen, dass wir dazugehören, dass wir unseren Platz finden, dass das System erhalten bleibt. Kinder nehmen viel auf sich und erscheint mir unfair, wenn Sie sich als Erwachsener dafür kritisieren.

Natürlich hätten wir uns oft gewünscht, unsere Eltern (oder die Menschen, die für uns da waren), hätten sich anders verhalten können, hätten an manchen Stellen liebevoller, präsenter oder zuverlässiger sein können. Dann hätten wir diese Muster vielleicht nicht ausbilden müssen. Mein Klient wünschte sich zurecht einen Vater, der ihn auch "schwach" akzeptiert, meine Klientin sehnte sich zurecht danach, dass sich auch einmal jemand für ihre Bedürfnisse interessiert. Das sind verständliche Wünsche. Nur war es nicht so. Und als Kinder haben wir auf unsere jeweilige Art sehr intelligent auf diese Realitäten reagiert.

Wenn wir diese Muster in der Kindheit nicht ausgeprägt hätten, dann wären wir heute nicht die Menschen, die wir sind.

Erwachsen werden heißt, sich das zu geben, was die Eltern nicht geben konnten

Natürlich wollen wir diesen in der Kindheit ausgeprägten Strategien irgendwann entwachsen und das ist auch gut so. Nur entwachsen wie ihnen nicht schneller, wenn wir uns für sie verurteilen oder sie als "idiotisch" oder "kindisch" abwerten. Wir entwerten uns und unseren individuellen Lebensweg, wenn wir unsere kindlichen Lösungen und Strategien, die uns oft ein Überleben in unserem Familiensystemn möglich gemacht haben, abwerten.

Wir dürfen dieses Kind in uns lieben und schätzen und gleichzeitig wirklich erwachsen werden. Erwachsen werden in dem Sinne, dass wir erkennen, dass wir nicht mehr darauf angewiesen sind, in unserem alten Familiensystem zu überleben, denn das haben wir bereits. Wir haben überlebt! Dank der alten "Muster"!

Es ist unsere Aufgabe als Erwachsene, dem Kind in uns Vater und Mutter zu werden.

Wir müssen nicht mehr darauf warten, dass unsere Eltern die besseren Eltern werden!

Mein Klient muss nicht warten, bis sein Vater ihn auch in seiner "Schwäche" annimmt und meine Klientin muss nicht warten, bis ihre Mutter von der Depression geheilt endlich für sie da sein kann. Sie können sich selbst das geben, auf was sie gewartet haben: Liebe und Zuwendung, die Erlaubnis für sich einzustehen und die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernstnehmen zu dürfen. Wenn wir wirklich erwachsen werden und den alten Mustern entwachsen wollen, dann müssen wir uns das geben, was wir nicht bekommen haben, um neue Handlungsmöglichkeiten ausprägen zu können.

Oh Mann, denken Sie jetzt vielleicht: das ist ja harter Tobak, das ist gar nicht so einfach. Uff, wie soll das gehen?

Sich selbst so annehmen, wie Sie sind!

Stimmt, es ist nicht so einfach und deshalb fallen wir immer wieder in die "alten Muster" zurück. Und das ist auch gar nicht schlimm, denn sie sind ja nichts Schlechtes. Sie sind etwas sehr Weises, dessen Sie sich nicht zu schämen brauchen. Sie dürfen sich genau so annehmen, mitsamt den irrationalen, kindlichen Mustern!

Und jedesmal, wenn Sie wieder bemerken, dass Sie sich dem alten Muster gemäss verhalten, können Sie sich erneut fragen, was Sie von sich selbst brauchen, um anders fühlen und handeln zu können. Was braucht ihr inneres Kind, das dieses Muster seinerzeit entwickelt hat? Braucht es Sicherheit, Trost, Halt, Liebe, Mitgefühl, Verständnis? Und so lernen Sie mit jeder "Runde" dazu.

Insofern plädiere ich dafür, diese Muster nicht zu schnell abschütteln zu wollen. Manchmal brauchen wir sie noch eine Weile und je mehr wir sie schätzen können als etwas, das lange Zeit eine Lösung war, desto leichter wird der Wandel vonstatten gehen.

Sei heute die Liebe, die du als Kind nicht bekommen hast!

Es geht am Ende mal wieder um Selbstvergebung:

  • können Sie sich selbst vergeben, dass Sie sich damals - als sie abhängig waren und nicht die Wahlmöglichkeiten hatten, die Sie heute haben - auf Ihre individuelle Art und Weise an Ihre Umgebung angepasst haben?
  • Können Sie sich vergeben, dass diese Muster, die damals eine intelligente Lösung waren, heute zu einem Problem geworden sind und Sie sie aber nicht so schnell abstreifen können, wie Sie sich manchmal wünschen würden?
  • Können Sie dieses Kind, das Sie damals waren, heute lieben, so wie es ist, und ihm das geben, was es damals nicht bekommen hat?

 

Hier geht es zu meinem kostenlosen eBook!

Mittwoch, 04 Januar 2017 15:18

Sag zu dir selber leise sorry!

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Das erfahren Sie in diesem Blog-Artikel:

Wie Selbstvergebung Ihnen helfen wird, im neuen Jahr Wachstum und positive Veränderung möglich zu machen - und warum Selbstvorwürfe da nicht weiter helfen!

Das bekommen Sie in diesem Blog-Artikel:

Am Ende des Artikels bekommen Sie mein Gratis-eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch"!

Der Rückblick auf das vergangene Jahr: Erfolg oder Scheitern?

Ein neues Jahr beginnt und vermutlich ist 2016 - wie jedes Jahr - nicht alles so gelaufen, wie es hätte laufen sollen. Auch bei mir nicht. Ich habe einen Haufen Sachen nicht gemacht, die ich machen wollte (z.B. meine tollen Marketingpläne einhalten, regelmäßig die Buchhaltung machen). Und einen Haufen Sachen gemacht, die ich eigentlich nicht mehr machen wollte (z.B. beim Fernsehen Essen).

Vielleicht geht es Ihnen gerade ganz gut im Leben, vielleicht sind Sie in einer ausgewachsenen Krise. Wie dem auch sei, es wird sicher auch bei Ihnen etwas geben, mit dem Sie in Bezug auf das vergangene Jahr nicht zufrieden sind, mit dem Sie hadern.

Der Blick nach vorne: Zuversicht oder Pessimismus?

Jetzt geht ein neues Jahr los und es wäre schön, voller Zuversicht und Freude auf die kommenden 12 Monate zu schauen! Es wäre schön, anzunehmen, dass im neuen Jahr Wachstum und Veränderung stattfinden werden. Dass wir ein paar Schritte weiter kommen mit unseren Themen.

Selbstvorwürfe helfen nicht! Ehrlich!

Einen Groll gegen sich selbst zu hegen ist zwar absolut menschlich und verständlich, bringt jedoch nichts.

Es wird Ihnen nicht helfen, zuversichtlich ins neue Jahr 2017 aufzubrechen und es zukünftig besser zu machen. Denn die Selbstvorwürfe halten Sie in der Geschichte der Scham fest, die sagt, dass Sie es einfach nicht besser draufhaben, dass Sie ein hoffnungsloser Fall sind und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Sie wieder in dieselbe Falle tappen und denselben Fehler machen. Oder bis Ihnen wieder das Gleiche zustossen wird.

Was hilft uns dabei, zu wachsen: Selbstvorwürfe oder Selbstvergebung?

Fragen Sie sich doch selber: Was stimmt Sie optmistischer, dass Sie in 2017 für Sie wichtige Veränderungen realisieren können? Was motiviert Sie mehr dazu, sich auf eine für Sie positive Art zu verändern und aus den vergangenen Fehlern zu lernen? Was ermutigt Sie in Bezug auf das neue Jahr?

a) Wenn Sie weiterhin hart zu sich sind und sich Ihre Fehler oder Mängel vorwerfen? Wenn Sie weiterhin sagen: erst wenn ich so und so bin, bin ich akzeptabel?

b) Oder wenn Sie sich genau so annehmen, wie Sie jetzt sind - inklusive der Mangelhaftigkeit - und sich selber gegenüber Gnade walten lassen, sich vergeben?

Und? Verursacht die Idee, sich selber anzunehmen wie Sie sind, bei Ihnen Befürchtungen, dass Sie dann nichts mehr ändern würden? Dass Sie dann für immer stagnieren würden? Oder spüren Sie Hoffnung, dass es möglich sein könnte, sich selber zu mögen und sich gerade deshalb verbessern zu wollen?

Eines meiner Lieblingszitate ist von Werner Bock, einem Gestalttherapeuten, und lautet:

"Was ist darf sein. Was sein darf verändert sich."

Paradoxie: Was sein darf, wie es ist, verändert sich!

Es ist eines der größten Paradoxien, dass das, was wir am meisten ablehnen, sich am wenigsten verändert - im Gegenteil sogar eher verstärkt. Und das, was wir sein lassen und annehmen können, verändert sich plötzlich wie von selbst.

Eigentlich ist das ganz logisch, denn Sie richten mit Ihren Selbstvorwürfen und -verurteilungen große Aufmerksamkeit auf Ihre sogenannten "Mängel". Und das, auf was Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, wächst. Je mehr Sie sich also für etwas ablehnen, desto mehr manifestieren Sie es.

Es ist ein großer gesellschaftlicher Mythos, dass wir dadaurch wachsen, dass wir unsere Fehler und Schwächen ausmerzen. Denken Sie doch mal drüber nach: wir würden damit ja nie fertig werden, denn die Liste menschlicher Mängel ist endlos und es gibt hier keine Perfektion, die Sie zu Lebzeiten je erreichen könnten. Und außerdem manifestiert die Konzentration auf Fehler und Mängel nur noch mehr Fehler und Mängel. Und irgendwann sehen wir unsere Ressourcen, unsere Schätze und unser eigenes einzigartiges Licht nicht mehr!

Ich will damit nicht sagen, dass wir resignieren und uns mit Mangelhaftigkeit zufrieden geben sollten! Im Gegenteil: ich plädiere dafür, dass wir durch Selbstvergebung, Selbstmitgefühl und Fokussierung auf unsere Stärken wesentlich mehr zum Positiven verändern werden im neuen Jahr!

Wir sind herrlich fehlerhafte Wesen! Und das ist kein Fehler der Natur, sondern eine Chance, denn wenn wir perfekt wären, dann gäbe es kein Wachstum!

Selbstvergebung und Selbstwertschätzung als Wege zur Veränderung

Wenn Sie sich und Ihr Leben in 2017 verändern wollen, dann machen Sie jetzt den ersten Schritt und vergeben sich für Ihre Fehler bzw. Mängel. Wie das geht? Sie finden in meinem kostenlosen eBook (weiter unten) eine detaillierte Schritt für Schritt- Anleitung!

Soviel vorab: wir sind alle Menschen und als solche von Natur aus menschlich-unperfekt. Natürlich können wir uns verändern, wachsen und reifen - dennoch werden wir niemals zu den Hochglanzbildern von uns selbst, die wir manchmal im Kopf haben.

Ein wichtiger und nicht einfacher Schritt ist zu erkennen, dass wir in den Momenten des "Versagens" oder der "Mangelhaftigkeit" immer unser Bestes getan haben mit dem was wir zu der Zeit zur Verfügung hatten. Alles ander sind nur Vorstellungen davon, was hätte sein können, denn hinterher sind wir ja immer schlauer. Wenn wir das erkennen, dann sind wir frei, zu wachsen und aus der Vergangenheit zu lernen!

"Wir stehen immer da, wo wir gerade stehen. Und von da aus ist immer nur ein Schritt möglich, nämlich der nächste. Wir können nicht weiter sein, als wir sind."

Zu unseren Stärken stehen

Es ist nicht immer leicht, zu unseren Schwächen und Fehlern zu stehen und sie als Chance zu Wachstum zu erkennen! Ja, es ist oft schmerzlich, an die eigene Unperfektheit erinnert zu werden! Oft fällt es uns jedoch noch schwerer, als zu unseren Fehlern und Mängeln zu stehen, zu unseren Stärken zu stehen! Gründe dafür gibt es viele. Ein paar habe ich in einem früheren Blog-Beitrag zusammengetragen: Das ist echt stark! Stärken wahrnehmen!

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auch auf das, was in 2017 gut an Ihnen war - auch wenn Ihnen da jetzt zunächst vielleicht gar nicht viel einfällt (das ist ganz normal). Bleiben Sie dran und zählen Sie in paar Dinge auf, für die Sie sich selbst gegenüber Dankbarkeit empfinden können.

In diesem Sinne: ein gutes neues Jahr für Sie?

Ebook Selbstvergebung TitelblattMein Geschenk für Sie - das eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch"

Möchten Sie mehr über Selbstvergebung erfahren bzw. gibt es etwas, das Sie sich selbst vergeben möchten und Sie wissen nicht, wie Sie das machen sollen? In meinem kostenlosen 19-seitigen eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung" finden Sie

  • einen Selbstvergebungs-Selbsttest
  • eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Selbstvergebung
  • sowie inspirierende Fallbeispiele aus meiner Arbeit, die Ihnen zeigen, dass Selbstvergebung möglich ist. Auch für Sie!

 

Hier geht es zu meinem kostenlosen eBook!

In meiner Interview-Reihe "Wege aus der Krise" führe ich mit Edda Lang ein schönes und berührendes Gespräch über die Demenzerkrankung und den Tod ihrer Mutter. Edda erzählt mir darin über ihre Schuldgefühle, die sie in den letzten Lebensjahren ihrer Mutter verfolgten. Lange glaubte sie, dass sie durch eine große Lebensentscheidung, die sie getroffen hatte, verantwortlich für den Ausbruch der Demenz ihrer Mutter gewesen sei. Und sie berichtet, wie sie sich dafür selbst vergeben hat und am Ende wieder tiefe Verbundenheit mit ihrer Mutter empfand.

Sich selbst zu vergeben ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Wir treffen manchmal im Leben Entscheidungen, die andere Menschen verletzen. Es kann sein, dass wir Menschen verlassen, die wir geliebt haben. Dass wir Versprechen, die wie einmal gegeben haben, irgendwann nicht mehr halten können. Dass wir Dinge tun, die wir hinterher als unverzeihlichen Fehler betrachten und am liebsten ungeschehen machen wollen. Wir empfinden tiefe Scham über uns selbst.

Oft stürzen uns die Dinge, die wir uns selbst nicht vergeben können in eine Krise oder tiefer in die Krise. Sich selbst zu vergeben ist nicht leicht, aber es ist möglich und heilsam.

Sie können das Interview mit Edda als Video ansehen oder als mp3-Datei anhören. Ich hoffe, es inspiriert Sie!

Das Video mit Edda "Meine Mutter lebt jetzt in mir"

 

Der Podcast "Meine Mutter lebt jetzt in mir"

 

Ebook Selbstvergebung TitelblattMein Geschenk für Sie - das eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch"

Möchten Sie mehr über Selbstvergebung erfahren bzw. gibt es etwas, das Sie sich selbst vergeben möchten und Sie wissen nicht, wie Sie das machen sollen? In meinem kostenlosen 19-seitigen eBook "5-Schritte-zur-Selbstvergebung" finden Sie

  • einen Selbstvergebungs-Selbsttest
  • eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Selbstvergebung
  • sowie inspirierende Fallbeispiele aus meiner Arbeit, die Ihnen zeigen, dass Selbstvergebung möglich ist. Auch für Sie!

 

Hier geht es zu meinem kostenlosen eBook!

Virtuelles Kamingespräch

Haben Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir? Haben Sie Fragen? Wollen Sie mich einfach besser kennen lernen?

Machen Sie jetzt ein kostenloses und unverbindliches 30-minütiges "Virtuelles Kamingespräch" mit mir aus: ich beantworte in entspannter Atmosphäre Ihre Fragen und wir sprechen in Ruhe über Ihre Situation, Ihr Anliegen und meine Angebote für Sie.

 

Ja, ich möchte ein "Virtuelles Kamingespräch" vereinbaren!

Begleitung mit The Work of Byron Katie

cf the work logo medium2

The Work of Byron Katie - Glauben Sie nicht alles, was Sie denken!

 

Erfahren Sie mehr!

Nächste Termine

Vortrag "Achtsames Selbstmitgefühl - Die Kunst der Freundlichkeit zu sich selbst!

Freitag, 23. Juni 2017 * 19.30 Uhr * Zentrum für Naturheilkunde München

 

Info und Anmeldung

Kundenmeinung

  • Ich bin selten so friedlich und aufgeräumt aus einer Praxis raus wie bei Susanne. Sie hat mich sehr gut verstanden und soviel Treffendes gesagt, dass ich froh war, eine Aufnahme zu haben. In den Tagen Weiterlesen
    image Maggi Bilgram aus Possenhofen im April 2017
  • Susanne Keck ist die begabteste Therapeutin, der ich begegnet bin. Durch sie durfte ich zum ersten Mal im Leben echte Hilfe erfahren. Probleme, die mich zuvor erdrückten, lockerten sich, wurden seicht, brachen teilweise ganz weg. Weiterlesen
    image Eine sehr geschätzte Kundin, die lieber anonym bleiben will - im Januar 2017
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Neuester Blogbeitrag

... und das bedeutet, dass ich komplett versagt habe und nichts wert bin!

 

Zum Blogbeitrag!

Newsletter