7 Schritte aus der Krise

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total versagt

 

“Entgegen der gängigen Meinung ist wertvoll zu sein nicht etwas, das du verdienen musst oder verlieren kannst. Es ist etwas, das du erkennst. Du bist wertvoll auf die Welt gekommen und wenn du das einmal erkannt hast, dann kannst du nie mehr auf eine andere Art denken, sprechen, handeln oder fühlen, als dass du Glück verdienst!” - Das Universum

Was du in diesem Blogbeitrag erfährst:

Oft sind es nicht nur die Umstände oder Katastrophen in unserem Leben, die uns Leid verursachen, sondern die Bedeutung, die wir ihnen geben. In meinem neuen Blogbeitrag erfährst du, wie du diese Bedeutungen in deinem Leben erkennen und dich von Ihnen befreien kannst.

Was du in diesem Blogbeitrag bekommst:

  • eine Anleitung, wie du subtile Bewertungen über dich erkennen kannst,
  • eine Anleitung und ein Beispiel, wie du diese Bedeutungen mit The Work of Byron Katie untersuchen kannst,
  • mein kostenloses “5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch”.

... und das bedeutet, dass ich total versagt habe und nichts wert bin! - Oder: wie die Bedeutungen der Ereignisse dich unglücklich machen!

Leid scheint irgendwie zum Leben dazu zu gehören, genauso wie andererseits die Freude und das Glück. Schon das Geboren-Werden ist sicher kein Spaziergang und im Laufe des Lebens begegnet jeder Mensch irgendwann dem Leid, z.B. durch Krankheit, Verlust oder Mißerfolg.

Doch wird das ganze Leid in solchen krisenhaften Situationen tatsächlich von den Ereignissen verursacht? Oder tun wir auch etwas dazu, das unser Leid vergrößert oder gar erst entstehen lässt?

Wir Menschen sind ja ganz große Bedeutungsgeber. Andauernd bewerten wir alles, was um uns herum geschieht. Das Bewerten ist an sich weder gut noch schlecht. Es ist einfach so, dass unser Gehirn - kaum schlagen wir am Morgen die Augen auf - alles was passiert fein säuberlich in Schubladen steckt, indem es am laufenden Band Bewertungen ausspuckt. Das ist gut, das ist schlecht ... das bedeutet dies, das bedeutet jenes.

Und nachdem wir als Menschen immer auch unser eigener Mittelpunkt der Welt sind, bedeutet natürlich alles um uns herum auch etwas über uns. Fast alles, was wir erleben und wahrnehmen, was uns widerfährt beziehen wir auf uns selbst und glauben, dass es etwas über uns aussagt.

Richtig schlimm wird das, wenn wir negative Ereignisse in unserem Leben auf uns beziehen und glauben, die Ereignisse würden eine unumstössliche allumfassende Wahrheit über uns offenbaren, nämlich dass wir wertlos und nicht liebenswert seien.

... und das bedeutet über mich, dass ...

Am Besten lassen sich diese Bedeutungen, die uns oft gar nicht voll bewusst sind, durch folgenden Prompt erfassen: ... und das bedeutet über mich, dass ...

Zum Beispiel: angenommen, dein/e Partner/in hätte dich Knall auf Fall für eine/n andere/n verlassen. Oder du wirst in der Arbeit gemobbt. Oder du erfährst, dass du eine körperliche oder psychische Krankheit hast. Oder hast 10 kg zugenommen. Oder ein geliebter Mensch ist gestorben. Oder du versagst immer wieder bei etwas, das du dir vorgenommen hast. Oder dein Kind hat einen Mißerfolg. Was glaubst du, bedeutet das über dich?

Vervollständige spontan und ohne lange darüber nachzudenken, folgenen Satz mit so vielen Vervollständigungen, wie dir einfallen:

Das negative Ereignis in meinem Leben ist:

Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ...
  • ...
  • ...

Ein paar Beispiele aus meinem Leben

Meine Mutter hat sich das Leben genommen. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich ein fürchterlicher Mensch bin.
  • ich keine gute Tochter bin.
  • mit mir etwas nicht stimmt.

Mein Freund hat mich verlassen. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich wertlos und nicht liebenswert bin.
  • ich ganz alleine und verlassen bin und immer sein werde.
  • ich nicht gut genug für ihn war.

Mein Workshop muss wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden. Und das bedeutet über mich, dass ...

  • ich nichts kann.
  • ich eine Versagerin bin.
  • ich nie Erfolg haben werde.

So ein Quatsch?!

Nun denkst du vielleicht: das ist doch alles Quatsch. Natürlich bedeutet verlassen zu werden nicht, dass man nichts wert ist. Alle Menschen in deinem Umfeld würden dir in einem solchen Fall wahrscheinlich gut zureden und sagen, dass das nicht wahr ist, dass du ein liebenswerter, wertvoller Mensch bist, ganz egal was passiert ist.

Oft sind wir uns dieser schmerzlichen Gedanken gar nicht bewusst oder wir wollen uns ihrer lieber nicht bewusst sein ... und vielleicht ist es dir jetzt sogar ein bisschen peinlich zu bemerken, dass du tatsächlich schon solche Gedanken hattest - solche kindischen, irrationalen, mitleiderregenden Gedanken.

Doch es ist völlig normal und menschlich, dass solche Glaubenssätze in bestimmten Situationen auftauchen. Ereignisse in unserem Umfeld auf uns selbst zu beziehen ist eine Art, wie wir uns davon überzeugen, dass es uns wirklich gibt und dass wir einen Einfluss auf unser Leben haben - auch wenn es in diesem Fall ein negativer Einfluss ist. Das Ego liebt es, sich selbst die General-Schuld an Ereignissen zu geben.

Vermutlich hat sich meine Mutter nicht das Leben genommen weil ich eine schlechte Tochter bin, mein Freund hat micht nicht verlassen weil ich so wertlos bin und der Workshop musste nicht abgesagt werden weil ich eh nichts kann. Vermutlich sind die Ereignisse in Wahrheit viel komplexer und vielschichtiger und unser Einfluss (nicht Schuld!) auf sie liegt an ganz anderer Stelle, als wir ahnen.

Gedanken sind eigentlich nichts

Gedanken haben an sich keine Bedeutung - sie sind im wahrsten Sinne des Wortes nichts. So ein Gedanke wie “Ich bin wertlos.” enthält keine Substanz und keine Bedeutung oder Wahrheit. Bis du ihn glaubst! Sobald du ihn glaubst, beginnt er Leid zu verursachen bzw. zu vergrößern! Und dann kann er eine unheimlich große Wucht entfalten!

Genauso wie eine gute Idee auch erst einmal nichts ist und erst durch die Bedeutung, die DU ihr gibst und Handlungen, die du daraufhin ausführt ins Leben kommt, ist auch ein stressiger Gedanke zunächst nichts und ohne realen Einfluss - bis du ihm Bedeutung für dich gibst und ihn glaubst!

Der Kampf gegen die Gedanken

Sobald du einen negativen Gedanken über dich glaubst - z.B. dass du nicht liebenswert bist, weil du verlassen wurdest-, beginnst du meist gegen ihn zu kämpfen. Da meldet sich eine Stimme in dir, die sagt: das ist doch gar nicht wahr!

Oft willst du dann andere Menschen davon überzeugen, dass du eben doch liebenswert bist. Der einzige Mensch jedoch, der das wirklich sehen muss, bist du - denn du bist der- oder diejenige, die den Gedanken geglaubt hat.

Selbst wenn sich alle auf der Welt darüber einig wären, dass du total liebenswert bist, ist die einzige Meinung, die dich wirklich befreien wird, deine eigene.

Wer bist du ohne deine Geschichte?

Wer wärst du ohne diese Geschichte, dass die negativen Dinge, die dir wiederfahren, etwas generell Negatives über dich bedeuten? Dass sie bedeuten, dass du nicht gut genug, böse, schlecht, hässlich, wertlos oder erfolglos bist?

Das fühlt sich sicher erst einmal sehr ungewohnt an, aber wäre das nicht eine unglaubliche Erleichterung und Freiheit?

Ich spreche fast jeden Tag mit Menschen, die an negativen Überzeugungen über sich selbst leiden und glauben, die Ereignisse in ihrem Leben wären ein Beweis für Ihre grundlegende Schlechtigkeit.

Meine Lieblingsmethode, um solche Glaubenssätze zu untersuchen ist The Work of Byron Katie. Diese Art, stressige Gedanken zu untersuchen, besteht aus 4 Fragen und Umkehrungen, die jeweils in Bezug auf einen Glaubenssatz beantwortet werden.

Hier ein Beispiel mit dem Glaubenssatz “Ich bin nicht gut genug”

Ich untersuche mit einer Klientin die Überzeugung “Ich bin nicht gut genug” in Bezug darauf, dass Ihr Mann sie vor Kurzem verlassen hat.

Vielleicht kennst du diesen Gedanken ja aus einer anderen Situation! Dann lade ich dich ein, den Gedanken mit deiner Situation zu untersuchen.

Dein Mann hat dich verlassen und das bedeutet, dass du nicht gut genug bist?

1. Frage: Ist das wahr?

Die erste Frage lädt dich ein, still zu werden und in dir selbst nachzusehen, ob die Aussage wahr ist. Warte, bis ein Ja oder ein Nein auftaucht und lege dich auf eine Antwort fest. Beide Antworten - Ja oder Nein - sind gleich gut.

Die Antwort meiner Klientin: ja.

2. Frage: Kannst du ganz sicher wissen, dass es wahr ist?

Die zweite Frage fordert dich auf noch einmal genau nachzusehen. Kannst du es wirklich 100%-ig sicher wissen?

Die Antwort meiner Klientin: nein.

3. Frage: Wie reagierst du, was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?

Die dritte Frage erforscht alle Auswirkungen, die dieser Gedanke in deinem Leben hat: auf deine Gefühle, Handlungen, weitere Gedanken, Bilder aus der Zukunft und der Vergangenheit etc.

Die Antwort meiner Klientin: Der Gedanke macht mich traurig, verzweifelt und hoffnungslos. Ich lehne mich ab, hasse mich manchmal richtiggehend. Ich bin verunsichert. Ich traue mir nichts mehr zu und denke, ich mache alles falsch. Ich fühle mich als Opfer, ausgeliefert.

Ich mache mich innerlich nieder und kritisere mich. Ich denke andauernd über unsere Beziehung nach und suche nach meinen Fehlern.

Gleichzeitig mache ich meinem Mann Vorwürfe. Ich will, dass er mir endlich sagt, was ich falsch gemacht habe. Ich benehme mich ihm gegenüber aggressiv, gleichzeititg will ich aber, dass er mir sagt, dass ich ok bin.

Der Gedanke hält mich davon ab, wirklich darüber nachzudenken oder mit ihm darüber zu sprechen, was wirklich die Ursache ist. Ich verurteile mich so sehr, dass es weh tut, darüber offen und ehrlich zu sprechen.

Mit dem Gedanken sehe ich für meine Zukunft schwarz. Ich werde immer alleine bleiben und unglücklich sein. Ich ziehe mich zurück und will niemanden sehen.

4. Frage: Wer wärst du ohne den Gedanken (in derselben Situation)?

Mal angenommen, du könntest diesen Gedanken einfach nicht glauben. Die Situation ist jedoch genau die Gleiche - in diesem Fall hat der Mann meiner Klientin sie immer noch verlassen, daran hat sich nichts geändert. Wer ist sie in dieser Situation ohne den Gedanken, dass das bedeutet, sie sei nicht gut genug?

Das ist keine einfache Frage, weil wir oft die Situation und den Gedanken in einen Topf werfen und uns das eine nicht ohne das andere vorstellen können. Deshalb bitte ich dich, die Augen zu schliessen und dich selbst in der Situation zu sehen. Wer bist du ohne den Gedanken, ohne diese Geschichte?

Die Antwort meiner Klientin:

Dann bin dann ruhiger, nicht so verzweifelt. Ich fühle mich nicht so erniedrigt.

Ich kann mich besser trösten. Ich kann auch besser Hilfe von anderen annehmen - ich würde mich nicht so verkriechen.

Ich kann mich besser auf Dinge konzentrieren und mich auch mal über etwas freuen. Ich kann mir erlauben, auch mal glücklich zu sein, z.B. zusammen mit den Kindern. Ich fühle mich nicht so falsch und “unwürdig”. Ich tue mir auch mal etwas Gutes.

Ich kann mich meinem Mann gegenüber freundlicher verhalten, seine Entscheidung besser akzeptieren. Ich kann sehen, dass wir beide unser Bestes getan haben.

Umkehrungen:

Der Sinn der Umkehrungen ist, den Gedanken aus verschiedenen Perpektiven zu beleuchten, um zu sehen, dass er nicht die unumstössliche Wahrheit ist.

Dazu wird er in sein Gegenteil verkehrt und die Klientin soll Beipsiele finden, wie das Gegenteil genauso wahr oder wahrer sein könnte, wie der ursprüngliche Gedanke.

Das Gegenteil von “Ich bin nicht gut genug” ist “Ich bin gut genug”.

Wie könnte das auch wahr sein oder sogar wahrer?

Hier sind die Beispiele meiner Klientin, wie sie gut genug ist in Zusammenhang damit, dass ihr Mann sie verlassen hat:

  • Ich bin gut genug, denn wir waren lange Jahre glücklich miteinander.
  • Ich bin gut genug, denn ich habe damals den Mann geheiratet, den ich liebte (und er mich auch heiraten wollte).
  • Ich bin gut genug, weil ich immer versucht habe, mein Bestes zu geben.
  • Ich bin gut genug, weil ich unser Haus sauber gehalten habe.
  • Ich bin gut genug, weil wir gemeinsam unsere Kinder groß gezogen haben.
  • Ich bin gut genug, weil ich nicht komplett durchgedreht bin, als er mir gesagt hat, dass er gehen wird.
  • Ich bin gut genug, weil ich trotzdem jeden Morgen aufstehe und mich nicht hängen lasse.
  • Ich bin gut genug, weil ich Freunde habe, die mich unterstützen.
  • Ich bin gut genug, weil ich ihm manchmal Glück wünsche.

Was sind deine Beispiele?

Die Beispiele wie Umkehrungen auch wahr oder sogar wahrer sein können sind komplett subjektiv. Es sind deine Antworten und nur das zählt. Deine Antworten müssen für niemand anderen nicht gültig sein und auch keinen Sinn machen. Sie gehören dir und nur durch deine eigenen Antworten findest du den Frieden, nach dem du suchst.

Damit ist ein “Durchgang” durch The Work beenden und du lässt The Work einfach auf dich wirken und beobachtest ob und was sich verändert.

Wie würdest du dein Leben leben, wenn du diesen Gedanken nie mehr glauben könntest?

Stell dir vor, du könntest diesen Gedanken, der dich in Bezug auf das negative Ereignis in deinem Leben quält nie mehr glauben? So einen Gedanken, wie “Ich bin nicht gut genug”, “Mit mir stimmt etwas nicht” oder “Ich bin ein/e Versager/in”?

Wie würdest du dein Leben leben, wenn z.B. deine Panikstörung nicht bedeutet, dass mit dir etwas nicht stimmt. Wenn die Probleme deines Sohnes nicht bedeuten, dass du eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater bist. Wenn die Trennung von deinem Partner nicht bedeutet, dass du nicht gut genug für ihn warst?

Sich selbst vergeben

Das hat etwas damit zu tun, sich selbst zu vergeben und sich selbst zu lieben - egal, was geschieht oder auch: gerade weil schlimme Dinge geschehen!

Wenn dich dieses Thema interessiert, dann kannst du hier mein kostenloses “5-Schritte-zur-Selbstvergebung-Arbeitsbuch” herunterladen. Einfach Namen und Email-Adresse eingeben und auf “Abschicken” klicken. Du erhältst dann zunächst eine Bestätigungsemail und wenn du in dieser Email auf den Bestätigungslink klickst bekommst du in der Folge sofort eine Email mit deinem eBook!

Ja, ich möchte das kostenlose eBook "5 Schritte zur Selbstvergebung Arbeitsbuch",

Geht das nie vorbei

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Darum geht es in diesem Blog-Artikel:

3 Gründe, warum du das Leid festhältst, obwohl du es loswerden willst

  1. Du glaubst, dass es nie aufhören wird!
  2. Du fokussierst auf das Leid oder das unerwünschte Gefühl.
  3. Du kämpfst gegen den Schmerz.

Das bekommst du in diesem Blog-Artikel:

3 Strategien, um dein Leid zu lindern

  1. Untersuche Glaubenssätze mit The Work of Byron Katie
  2. Fokussierung auf Ausnahmen vom Leid mit der Übung "3 gute Dinge"
  3. Eine Meditation, in der du lernst, schmerzliche Gefühle anzunehmen

Viele meiner Klienten*innen leiden unter schmerzlichen Gefühlen, wie Angst, Trauer, Verzweiflung oder Scham. Und natürlich fragen sie mich: wann wird das endlich aufhören?

Vielleicht stellst du dir gerade genau dieselbe Frage: Hört das jemals auf? Werde ich jemals wieder ein "normales" Leben führen? Kann ich mich jemals wieder einfach freuen?

Ich widme diesen Blog-Artikel dir, wenn du dir gerade Angst hast, dass der Schmerz oder die Angst niemals wieder vorbei gehen werden!

Alles geht vorbei

So doof es auch klingen mag und so wenig es vielleicht erst einmal hilft, es ist dennoch wahr: alles geht vorbei. Genauer gesagt: fast alles! Gedanken, Gefühle, Stimmungen gehören sicherlich zum Vergänglichen, denn sie sind andauernder Veränderung unterworfen. 

Es gibt keine ewige Nacht (auch wenn einem manche Nächte länger vorkommen als andere), leider auch keinen ewigen Sommer und gottseidank gibt es keinen ewigen Schmerz.

So wie jede Nacht endet, endet auch das Leid!

Das heißt: Leid ist nicht von Dauer. Es wird früher oder später vorbei gehen! 

Außer, du hältst es fest ...

3 Gründe, warum du das Leid festhältst, ohne es zu wollen ...

Oft tust du - natürlich ohne es zu beabsichtigen - ziemlich viel dafür, dass das Leid anhält. Paradoxerweise gerade weil du es loswerden willst!

Ich will dir erklären, was ich meine!

Ich habe 3 Ursachen für dich zusammengetragen, die dazu beitragen, dass du den Schmerz festhältst, obwohl du ihn loswerden willst.

1. Du glaubst, dass es nie aufhören wird!

Wenn du gerade Angst hast, trauerst oder schmerzliche Gefühle erlebst, was macht es dann mit dir, wenn du den Gedanken hast, dass es nie aufhören wird?

In meiner Erfahrung führt dieser Gedanke dazu, dass es tatsächlich nicht aufhört bzw. noch schlimmer wird. Das klingt vielleicht zuerst einmal widersinnig - ist es aber bei näherer Betrachtung nicht.

Die Angst davor, dass Leid nie aufhören wird, vergrößert das Leid!

Ich lade dich dazu ein, mir das nicht einfach zu glauben, sondern es für dich zu testen. "Es wird nie aufhören" ist, wie viele andere stressige Gedanken, ein Glaubenssatz und keine unumstössliche Wahrheit. Und das bedeutet: du kannst ihn in Frage stellen!

Die Methode, die ich am besten finde, um Gedanken bzw. Glaubenssätze zu untersuchen ist "The Work of Byron Katie". The Work besteht aus 4 Fragen und Umkehtungen, mit denen du den stressigen Glaubenssatz untersuchen kannst.

Ich gebe dir ein Beispiel mit dem Gedanken "Es wird nie aufhören".

Erinnere dich an eine Situation, in der du schmerzliche Gefühle erlebt hast und die Angst hattest, dass sie nie vorbei gehen.

1. Frage: Ist es wahr, dass es nie aufhören wird?

Lass die Frage auf dich wirken und warte ab, welche Antwort auftaucht. Lege dich auf ein Ja oder Nein fest, kein "vielleicht" oder "mal so, mal so". Ja oder Nein sind gleichwertig!

Meine Antwort ist: Ja - in solchen Situationen war ich mir manchmal sicher, dass es nie aufhören wird.

Wenn du ein Ja hast, dann gehe zur Frage 2, wenn du ein Nein hast zur Frage 3.

2. Frage: Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?

Diese Frage lädt dich ein, stiller zu werden und tiefer zu gehen. Kannst du es wirklich 100%ig sicher wissen?

Meine Antwort ist: Nein.

3. Frage: Wie reagierst du, was passiert, wenn du das glaubst: es wird nie mehr aufhören?

Diese Frage lädt dich ein zu beobachten, was der Gedanke in deinem Leben verursacht, d.h. in deinen Gefühlen, deinem Denken, deinen Handlungen. Wie behandelst du dich, wenn du das glaubst? Wie bist du zu anderen? Wie lebst du dein Leben mit diesem Gedanken?

Meine Antwort: ich verzweifle und bin hoffnungslos. Ich sehe nur noch den Schmerz und nichts mehr Gutes. Ich halte mich für einen hoffnungslosen Fall und eine Versagerin.Ich denke, ich bin falsch, mit mir stimmt etwas nicht. Ich vergleiche mich mit anderen und denke, dass es denen sicher in meiner Situation besser ginge. Die kämen besser klar. Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich habe keine Motivation, bin wie gelähmt, will nur die Decke über mich ziehen und am liebsten nicht mehr da sein. Ich mache mir Vorwürfe, weil ich nichts auf die reihe kriege und glaube, mein ganzes Leben wird den Bach runter gehen. Ich fühle mich schwach und ausgeliefert. Ich ziehe mich zurück und mache nichts mehr. Ich will niemanden sehen und halte mich auch für unzumutbar. Ich bin überzeugt, dass mich in diesem Zustand keiner will.

Wer bist du ohne den Gedanken, dass das Leid nie enden wird?

4. Frage: Wer wärst du ohne den Gedanken - in derselben Situation?

Mal angenommen, das schmerzliche Gefühl würde auftauchen und du hättest nicht den Gedanken "Es wird nie mehr aufhören"! Wer wärst du dann? Was würde das für einen Unterschied machen?

Vielleicht ist deine erste Reaktion: keinen! Denn da ist ja immer noch das schmerzliche Gefühl. Erlaube dir dann genauer hinzusehen: wie wäre es ohne den Gedanken "Es wird nie mehr aufhören".

Meine Antwort: Zuerst merke ich, dass ohne den Gedanken auch die Selbstvorwürfe nicht mehr da sind. Ohne den Gedanken halte ich mich nicht für "falsch", wenn ich das schmerzliche Gefühl habe. Ich bin mir gegenüber sanfter und mitfühlender. Ich kann mich anderen ohne Scham öffnen oder um Hilfe bitten. Ich denke ohne den Gedanken überhaupt nicht an die Zukunft. Ich bin ganz da, bei mir. Alles andere ist mir erstmal gar nicht wichtig.

Umkehrungen: Der Gedanke wird nun in sein Gegenteil verkehrt und es werden Beispiele dafür gefunden, wie diese Umkehrung genauso wahr oder vielleicht sogar wahrer sein könnte, als der urssprüngliche Gedanke.

Das Gegenteil von "Es wird nie mehr aufhören" ist "Es wird aufhören". Könnte das auch wahr oder wahrer sein? Kannst du Beispiele in deinem Leben finden?

Meine Antwort: Ich kann erkennen, dass ich nicht ausgeliefert bin, denn ich kann Trost suchen, mir selbst Mitgefühl spenden, anderen helfen (was eigenes Leid oft lindern kann), Zuversicht üben, mich freudigen Dingen zuwenden, inneren Frieden und Halt in Spiritualität  finden ... 

"Ich sollte längst drüber weg sein" und Co.

Es gibt noch weitere Glaubenssätze, die im Umfeld von Schmerz und Leid oft auftauchen und genauso dazu führen, dass das Leid sich eher verlängert oder vergrößert, z.B. "Ich halte es nicht aus", "Es sollte aufhören", "Mit mir stimmt etwas nicht", "Ich sollte drüber weg sein", "Es wird immer schlimmer werden" "Ich muss funktionieren" etc.

Auch die kannst du mit The Work untersuchen, um für dich herauszufinden, ob sie wirklich wahr sind oder nicht.

2. Du fokussierst auf das Leid bzw. das unerwünschte Gefühl.

Wir Menschen fokussieren oft auf das, was wir eigentlich loswerden wollen. Wir wollen keinen Schmerz mehr, also sind wir besonders aufmerksam auf jedes leichte Anzeichen von Schmerz. Kaum zeigt sich ein leichter Anflug von Schmerz, fokussieren wir darauf und das verursacht ... genau: mehr Schmerz.

Es ist eine ganz normale menschliche Reaktion, negativen Gefühlen mehr Gewicht und Aufmwrksamkeit zu widmen, als positiven - auch wenn es nicht immer hilfreich ist.

Es ist wesentlich nützlicher, auf das zu fokussieren, was du statt des Leides oder der Angst (oder welcher Zustand es auch immer ist, den du ablehnst) möchtest. Denn es zeigt sich immer wieder: es ist wesentlich leichter, das zu vermehren, was du möchtest, als das du verringern, was du nicht möchtest.

Auf den ersten Blick mag es wie dasselbe klingen, tatsächlich ist es ein himmelweiter Unterschied - der einen echten Unterscheid machen kann!

Was ist in deinem Leben präsent, wenn du gerade keine schmerzlichen Gefühle hast?

Es kann sein, dass du 23 Stunden und 55 Minuten leidest und nur 5 Minuten nicht. Es lohnt sich dennoch, diese 5 Minuten zu betrachten. Gibt es dann auch einmal Freude, Lachen? Über was? Unternimmst du dann einmal etwas, unterhältst dich? Betrachtest die Natur? Tust etwas, das dir Spaß macht? Erlebst Zuversicht? Bist stolz auf etwas, das du geschafft hast?

Statt ängstlich auf den Beginn des schmerzlichen Gefühls zu warten, könntest du dich genausogut auf den Beginn der Ausnahmen freuen und immer mehr darüber lernen, was du tust, wenn du gerade nicht leidest.

Ein schöner Beginn kann sein, jeden Abend 3 Dinge aufzuschreiben, die an diesem Tag gut waren. Das muss nichts Außergewöhnliches sein! Ein Sonnenstrahl, ein Lächeln, ein Gespräch, eine gute Tasse Kaffee oder Tee, eine heiße Dusche, Wind in den Bäumen, ein schöner Film ...

Du findest hier eine wirksame Übung aus der Positiven Psychologie: 3 gute Dinge

3. Du kämpfst gegen das Leid an

Ja, ich weiß, es ist völlig verständlich, Trauer, Angst oder Verzweiflung loswerden zu wollen. Ich will für dich, dass es aufhört und ich weiß, dass es möglich ist. Nur nicht, indem du gegen die Gefühle kämpfst. Gegen Gefühle zu kämpfen ist eine der besten Methoden, um sie aufrecht zu erhalten.

Viele meiner Kleinten*innen sagen zu mir: aber ich leide doch schon so lange. Ich ertrage es schon so lange und lasse den Schmerz zu - wann hört es denn nun endlich auf?

Doch wenn du ganz ehrlich bist, dann kannst du dich selbst manchmal nicht mehr ertragen mit all deinem Leid. Jedesmal, wenn es wieder anfängt, denkst du: oh nein ...  jetzt geht es wieder los. Warum bekomme ich mich nicht in den Griff? Warum hört das nicht auf? Ich muss doch funktionieren!

Vielleicht sprichst du (bzw. dein "innerer Kritiker") dann mit dir: Jetzt reiss dich mal zusammen, so geht es nicht weiter, dein ganzes Leben wird den Bach runter gehen ...

Manchmal glauben wir, dass Leid ab einem bestimmten Zeitpunt oder ab einer bestimmten Intensität inakzeptabel ist. Er ist es eine Art "Makel", fast schon unanständig in unserer Hochglanzwelt. Es bedeutet, dass wir nicht mehr funktionieren und dazugehören werden ...

Wir meinen vielleicht, wir dürften uns erst wieder "blicken lassen", wenn wir erzählen können, wie wir aus der Krise herausgekommen und an ihr gewachsen sind, aber den Mittelteil voller Tränen müssen wir schnell hinter uns bringen.

Doch Leiden ist eine universelle menschliche Erfahrung. Es ist nichts Falsches daran. Selbst über Jesus wird geschrieben, er habe gelitten. Also warum nicht du?

Leiden ist eine universelle menschliche Erfahrung!

So abgegriffen es auch klingen mag: das schmerzliche Gefühl will angenommen werden, wie ein Kind, das leidet. Nicht nur einmal oder ein paarmal, sondern immer. Nur weil du dein weinendes Kind einmal getröstet hast und es sich (wie Kinder es meist tun) schnell wieder beruhigt hat, heißt das ja nicht, dass es nicht ein paar Minuten oder Stunden später nochmal weint.

Sagst du dann: ich habe dich gestern erst getröstet und dachte, das genügt für den Rest deines Lebens! Vermutlich nicht. Doch so scheinen wir es mit uns und unseren schmerzlichen Gefühlen zu halten, oder? Wir glauben, irgendwann müsste es doch mal reichen. Irgendwann müssen wir doch mal "leidfrei" sein.

Verstehe mich nicht falsch: ich will damit nicht sagen, dass du dich in deinem Leid suhlen, es festhalten oder im Selbstmitleid versinken sollst! Ich will dir nur sagen, dass Mitgefühl und Trost ganz natürliche und hilfreiche Reaktionen auf Schmerz sind. Und zwar nicht nur einmal, sondern einfach immer dann, wenn Leid auftritt. Warum solltest du dir das vorenthalten?

Mitgefühl und Trost sind die natürlichen Reaktionen auf Leid!

Doch wie kannst du den Kampf gegen Leid beenden? Und was kannst du stattdessen tun?

Hier findest du eine von mir gesprochene Meditation "Schmerzliche Gefühle zulassen" aus dem Programm "Achtsames Selbstmitgefühl", die dich dabei unterstützt, dich selber anzunehmen, wenn du leidest.

Du lernst, schmerzliche Gefühle liebevoll zuzulassen, um sie herum weicher (statt hart) zu werden und dich selbst dabei zu umsorgen.

Wenn du die Meditation als Audiodatei zum Streamen und Downloaden kostenlos erhalten möchtest, trage dich einfach mit deinem Namen und deiner Email-Adresse unten im Formular ein. Du erhältst sofort eine Email mit dem Titel "Bitte um Bestätigung". Wenn du dort auf den Bestätigungslink klickst, bekommst du gleich im Anschluß eine Email mit der Meditation.

Ich möchte die Meditation "Schmerzliche Gefühle zulassen" erhalten!

 Selbstlernkurs "Besiege deinen inneren Kritiker"

Wenn du diese kritische innere Stimme nur allzu gut kennst, die sagt, dass du so, wie du bist, einfach noch nicht gut genug bist und lernen möchtest, sie zu besiegen ohne gegen sie kämpfen zu müssen, dann ist mein neuer 8-Wochen-Selbstlernkurs genau das Richtige für dich! 

Ja, ich will mehr wissen

 
Lesezeit: ca. 4 Minuten
 
Darum geht es in diesem Blog-Artikel:
  • Wo kommt diese schmerzhafte Suche nach Liebe, Anerkennung und Bestätigung eigentlich her?
  • Ist sie letztlich erfolgreich?
  • Und ist es möglich, all das nicht mehr im Außen zu suchen?
Das erfährst du in diesem Blog-Artikel:
  • Was der innere Kritiker mit der Suche nach Liebe und Anerkennung zu tun hat.
  • Was Selbstliebe ist und warum sie das Wichtigste ist.
  • Eine Meditation, in der du lernst, schmerzliche Gefühle anzunehmen.
Ich brauchedeineLiebe

Was tun wir nicht alles für Liebe und Bestätigung!

Ich brauche deine Liebe, deine Anerkennung, deine Bestätigung, deinen Respekt, deine Sympathie, deine Akzeptanz, deine Zustimmung ...

Wie oft denkst du diesen Gedanken und fühlst dich in der Folge ungeliebt, unwichtig, zurückgewiesen, nicht gut genug? Wenn du dein Leben einmal genau betrachtest, dann nimmt die Suche nach der Liebe und Bestätigung anderer Menschen einen großen, einen sehr sehr großen Raum ein!

Was tun wir nicht alles, wie sehr verbiegen wir uns nicht manchmal, überfordern uns, laden uns Unmengen an Aufgaben auf, versuchen es allen Recht zu machen, in der Hoffnung, dass jemand sagt: Das hast du gut gemacht. Du bist die/der Beste. Ich bin stolz auf dich. Ich liebe dich!

Die Angst vor Ablehnung

Vielleicht bemerkst du auch die Angst, die manchmal spürbar wird: die Angst davor, nicht gut genug zu sein, die Liebe, die Anerkennung oder den Respekt nicht zu verdienen. Oft reagierst du darauf vielleicht mit noch mehr Anstrengung oder mit Resignation.

Oft ist es für uns das Allerschlimmste, wenn wir tatsächlich Ablehnung erfahren, z.B. weil uns jemand, den wie lieben nicht wiederliebt, uns verlässt oder wir einen Job nicht bekommen, auf den wir hingearbeitet haben.

Das stellt unser ganzes sorgfältig aufgebautes Selbstwertgefühl in Frage und wir können in eine ernsthafte Krise geraten!

Einsatz für den inneren Kritiker

Wenn es um die Suche nach Liebe, Anerkennung und Bestätigung geht, dann ist auch der innere Kritiker nicht weit!

Denn er sieht es als seine wichtigste Aufgabe, dich vor Gefühlen von Beschämung zu schützen. Das tut er, indem er dich kritisiert in der Hoffnung, dass du irgendwann gut genug wirst, um wirklich liebenswert zu sein.

Die Suche endet nie...

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen: die Suche nach Liebe oder Bestätigung im Außen endet nie und scheint nie wirklich erfolgreich zu sein. Egal, wie sehr du dich anstrengst erfolgreich, attraktiv, reich, spirituell, selbstlos (oder auf was auch immer es dir ankommt) genug zu sein, früher oder später stellt sich das Gefühl immer wieder ein, nicht gut genug zu sein und deshalb keine Liebe, keinen Erfolg oder keine Zugehörigkeit zu verdienen.

Die schmerzhafte Suche nach Liebe endet nie, solange du glaubst, dass du erst gut genug werden musst, um sie zu verdienen.

Und immer, wenn dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, wieder aufkommt, schlägt meist der innere Kritiker erbarmungslos zu ... 

Eine falsche Grundannahme

Die ganze Suche nach Liebe und Bestätigung fusst auf einer falschen Grundannahme, die du sehr früh in deiner Kindheit zu glauben begonnen hast und sie seitdem nie mehr wirklich auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft hast: nämlich, dass du nicht gut genug bist, so wie du bist!

Und auf diese Grundnannahme folgt gleich die nächste: nämlich, dass du etwas tun musst, um Liebe, Zugehörigkeit, Respekt, Bestätigung (oder nach was immer du dich von deinen Mitmenschen am meisten sehnst) der anderen zu verdienen.

Die Suche nach Liebe, Anerkennung fusst auf der falschen Grundannahme: dass du nicht gut genug bist, so wie du bist und deshalb etwas tun musst, um Liebe, Zugehörigkeit und Anerkennung zu verdienen.

In dem Moment, in dem du dich - so wie du jetzt im Moment bist, mit all deinen menschlichen Fehlern und Schwächen - für gut genug hältst, um deine eigene Liebe, deinen Respekt, deine Anerkennung zu verdienen, hört die Suche auf. Das ist der Zustand, in dem du auf die Welt bekommen bist!

Deine Selbstliebe und dein Selbstrespekt machen es erst möglich, die Liebe und den Respkt anderer wirklich zu spüren und anzunehmen.

Ohne deine Liebe ist dein Herz wie ein Fass ohne Boden, in dem die Liebe und der Respekt, die dir entgegen gebracht werden, immer durchfallen.

Und du hast das Gefühl, du musst immer weiter hart arbeiten, um Liebe zu verdienen.

Es kommt nur auf dich an!

Sicher sind die Gründe dafür, dass du irgendwann begonnen hast zu glauben, dass du nicht gut genug bist, um Liebe und Zugehörigkeit zu verdienen, deine Erlebnisse in der Kindheit. Du musst keine schlechten Eltern gehabt haben, um Situationen erlebt zu haben, in denen du dich zurückgewiesen, gekränkt oder ungeliebt gefühlt hast. Alle Eltern sind Menschen und damit fehlbar.

Daraus hast du geschlossen, dass du etwas tun musst, um geliebt zu werden. Und das glaubst du bis heute! Die gute Nachricht daran ist, dass du es heute ändern kannst. Du musst nicht mehr darauf warten, dass deine Eltern oder andere Menschen dir endlich geben, was du brauchst.

Du must nicht mehr darauf warten, dass du Liebe von anderen bekommst. Du kannst sie dir selbst schenken und sie dann umso leichter von anderen annehmen und an andere verschenken!

Das bedeutet nicht, dass es nicht eine wunderschöne Erfahrung ist, Liebe, Anerkennung und Zugehörigkeit von anderen Menschen zu erfahren - doch du brauchst es zu allererst von dir und dann kannst du es von den anderen viel besser annehmen und anderen schenken.

Bin ich jetzt gut genug?

Bist du jetzt gut genug? Einfach so, wie du bist? Mit all deinen Fehlern, Schwächen, Unperfektionen. Mit deinen Mißerfolgen, mit deinem Bauchspeck, mit all deinen Vorsätzen, die du nicht eingehalten hast ...

Wenn du diese Frage jetzt mit Ja beantworten kannst, dann endet die Suche! Für diesen Moment.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die bange Frage nicht immer wieder stellt, dass immer wieder die Sorge und die Angst aufsteigt: Bin ich gut genug? Stimmt mit mir etwas nicht? Werde ich abgelehnt werden? Gehöre ich wirklich dazu?

Das innere Kind annehmen

Da gibt es einen kindlichen Teil in dir, der immer wieder aktiviert wird, und sich diese Frage stellt. Es macht keinen Sinn, diesen Teil von dir abzulehnen, als ob du zu dir sagen würdest: "Hör' endlich auf, diesen Mist zu glauben. Das ist schwach und kindisch. Du solltest erwachsen, selbstbewusst und stark sein!"

Das wird diesen ängstlichen Teil nicht beruhigen, sondern im Gegenteil: es wird ihn mehr beunruhigen, denn da ist ja die Ablehnung, vor der er sich am meisten fürchtet. Du lehnst dich in dem Moment selbst ab.

Deshalb ist die wichtigste Praxis der Selbstliebe, den inneren kindlichen Anteil, der sich immer wieder inadäquat, nicht genug und ängstlich fühlt, anzunehmen, so wie er ist - und das bedeutet nicht, sich mit ihm komplett zu identifizieren! Das bedeutet ihn achtsam wahrzunehmen und ihm Trost, Mitgefühl, Schutz und bedingungslose Liebe zu schenken. Das ist ja genau das, nach was sich dieses ängstliche Kind in dir von Anfang an sehnt.

Angst vor den Gefühlen

Ein Grund warum viele Menschen - und vielleicht auch du? - dieses ängstliche, beschämte innere Kind immer wieder wegdrücken und ablehnen, ist die Angst vor den Gefühlen, die es mitbringt. Angst, Scham und Gefühle von Ausgeliefert-Sein und Wertlosigkeit sind nichts, auf was man sich besonders freut.

Sie bringen das Gefühl mit sich, dass mir dir etwas grundlegend nicht stimmt - denn wenn mit dir alles in Ordnung wäre, dann würdest du dich ja nicht so fühlen, nicht wahr?

Vielleicht weißt du nicht, was du mit diesen Gefühlen anfangen sollst oder hast Angst, dass - wenn du sie einmal annimmst - sie immer stärker werden oder nie mehr aufhören.

Schmerzliche Gefühle annehmen

Wenn du mehr Selbstliebe in dein Leben bringen und die harsche Stimme deines inneren Kritikers besänftigen willst, dann ist der beste Weg dahin, deine schmerzlichen Gefühle von Scham und Angst anzunehmen. Das mag zuerst paradox klingen, denn zunächst könntest du ja glauben, Selbstliebe würde bedeuten, diese Gefühle nicht mehr haben zu wollen!

Doch das würde bedeuten, den Teil von, dir, der sie immer noch in sich trägt, abzulehnen. Etwas in dir abzulehnen ist keine Selbstliebe. Selbstliebe bedeutet, dich so zu lieben, wie du jetzt bist. Mit allen inneren Stimmen. Auch den schwachen, ängstlichen, beschämten, kindlichen, wütenden, hoffnungslosen, neidischen, aggressiven ...

Kostenlose Meditation "Schmerzliche Gefühle annehmen"

ist eine kraftvolle Übung aus der Selbstmitgefühlspraxis. Du lernst, schmerzliche Gefühle liebevoll zuzulassen, um sie herum weicher (statt hart) zu werden und dich selbst dabei gut zu versorgen.

Wenn du die Meditation als Audiodatei zum Streamen und Downloaden kostenlos erhalten möchtest, trage dich einfach mit deinem Namen und deiner Email-Adresse unten im Formular ein. Du erhältst sofort eine Email mit dem Titel "Bitte um Bestätigung". Wenn du dort auf den Bestätigungslink klickst, bekommst du gleich im Anschluß eine Email mit der Meditation!

Onlinekurs "Besiege deinen inneren Kritiker"

Morgen, am Montag 24. April 2017, beginnt mein 4-Wochen-Onlienkurs "Besiege deinen inneren Kritiker". Da geht es u.a. auch darum, Gefühle zuzulassen und Selbstmitgefühl zu entwickeln. Du kannst noch bis Mittwoch buchen!

Hier erfährst du mehr über den Kurs!

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Virtuelles Kamingespräch

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Begleitung mit The Work of Byron Katie

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The Work of Byron Katie - Glauben Sie nicht alles, was Sie denken!

 

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Nächste Termine

Vortrag "Achtsames Selbstmitgefühl - Die Kunst der Freundlichkeit zu sich selbst!

Freitag, 23. Juni 2017 * 19.30 Uhr * Zentrum für Naturheilkunde München

 

Info und Anmeldung

Kundenmeinung

  • Ich bin selten so friedlich und aufgeräumt aus einer Praxis raus wie bei Susanne. Sie hat mich sehr gut verstanden und soviel Treffendes gesagt, dass ich froh war, eine Aufnahme zu haben. In den Tagen Weiterlesen
    image Maggi Bilgram aus Possenhofen im April 2017
  • Susanne Keck ist die begabteste Therapeutin, der ich begegnet bin. Durch sie durfte ich zum ersten Mal im Leben echte Hilfe erfahren. Probleme, die mich zuvor erdrückten, lockerten sich, wurden seicht, brachen teilweise ganz weg. Weiterlesen
    image Eine sehr geschätzte Kundin, die lieber anonym bleiben will - im Januar 2017
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